Anleger offiziell abgenommen Ab Samstag endlich freie Fahrt für die Friesenfähre

Die Friesenfähre, hier beim Papenburger Hafenfest im September, soll ab dem 6. Oktober, offiziell fahren. Foto: Hermann-Josef TangenDie Friesenfähre, hier beim Papenburger Hafenfest im September, soll ab dem 6. Oktober, offiziell fahren. Foto: Hermann-Josef Tangen

Westoverledingen/Weener. Die Friesenfähre auf der Ems zwischen Weener und Mitling-Mark (Westoverledingen) geht am Samstag, 6. Oktober 2018, offiziell in Betrieb. Das teilte der Geschäftsführer der Schiffsgesellschaft Friesenbrücke, Eberhard Lüpkes, am Freitag mit. Die erste reguläre Passage startet um 8.50 Uhr am Anleger in Weener. In diesem Jahr kann die Fähre allerdings nur noch dreieinhalb Wochen pendeln.

Wie Lüpkes am Mittag in einem Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte, sei am Freitag die finale Abnahme der Fähranleger auf Weeneraner und Westoverledinger Seite durch die beteiligten Behörden erfolgt. „Alles ist ohne Beanstandungen über die Bühne gegangen“, sagte Lüpkes. „Jetzt geht es endlich los“, zeigte sich der frühere Westoverledinger Bürgermeister erleichtert. „Endlich geht es los. Ich bin glücklich“, sagte er. Der Start für den Fährbetrieb hatte sich über Monate immer wieder verzögert. Zuletzt hatte es einen Testbetrieb gegeben.

Pause zur Emspassage der „AIDAnova“

Entsprechend der Tide könne die Fähre am Samstag bis 15.25 Uhr pendeln, so Lüpkes weiter. Waren ursprünglich inklusive des An- und Ablegens rund 25 Minuten für die 2,1 Kilometer lange Strecke angepeilt worden, reduzierte sich die Dauer in der Praxis auf rund 15 Minuten. Der Fährbetrieb soll bis Ende Oktober laufen. Der Fahrplan soll unter www.friesenfaehre.de freigeschaltet werden. Fest steht, dass die Fähre am Montag, 8. Oktober 2018, nicht pendeln wird, wenn wie geplant an dem Tag die Überführung des auf der Papenburger Meyer Werft gebauten Kreuzfahrtschiffes „AIDAnova“ stattfindet. Im kommenden Jahr soll die Fähre ab dem 1. April 2019 als zeitweiliger Ersatz für die seit einer Schiffskollision zerstörte Friesenbrücke dienen. Die Brücke soll voraussichtlich bis zum Jahr 2024 neu gebaut werden.

Streit um Zuwegung

Wie mehrfach berichtet, hatte der Landkreis Leer den Passagierbetrieb auf der Fähre nicht genehmigt, weil – so die Begründung – auf Weeneraner Seite die vorhandene Zuwegung über den Deich neben der Dockschleuse nicht sicher genug sei. Die Situation schien zwischenzeitlich verfahren.

Nachkarten will Lüpkes aber nicht. „Das bringt nichts. Wir schauen jetzt nach vorn.“ Das bedeute auch, das zum Start am Samstag keine Zeit mehr verloren werden soll. Deshalb werde es auch erst mit Beginn des Fährbetriebes im Frühjahr 2019 eine feierliche Inbetriebnahme geben.

Ursprünglich hätte die Fähre bereits seit 2017 pendeln sollen. Im September dann wurde der offizielle Eröffnungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben, weil ein 200 Meter langer Weg zum Anleger gebaut werden musste. Der Landkreis Leer hatte als Genehmigungsbehörde darauf bestanden.

Die Papenburger Meyer Werft und die Reederei Schulte & Bruns, die für die Umsetzung des Fährbetriebes und der Anlegestellen verantwortlich zeichnen, wollten die zweite Zuwegung aus Kosten- und Ausgleichsgründen zunächst nicht realisieren, übernahmen den Bau der Zuwegung dann aber doch.


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