Politik muss entscheiden Spaßbad in Stapelmoor vor düsterer Zukunft

Von Tim Boelmann

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Im zweiten Jahr in Folge ist das Spaßbad in Stapelmoor geschlossen. Foto: Tim BoelmannIm zweiten Jahr in Folge ist das Spaßbad in Stapelmoor geschlossen. Foto: Tim Boelmann

tbo Stapelmoor. Im zweiten Jahr in Folge muss das „Spaßbad“ hinter der Grundschule in Stapelmoor geschlossen bleiben. Ob der Betrieb im nächsten Jahr überhaupt wieder aufgenommen werden kann, ist fraglich.

Die politischen Gremien werden über die Zukunft des kleinen Bades entscheiden müssen. Denn ohne finanzielle Unterstützung ist der Betrieb wohl nicht mehr zu stemmen.

Im Mai hatte es einen Termin vor Ort gegeben. Nach einem offenen Gespräch, so Erster Stadtrat Hermann Welp, wurde unter allen Beteiligten deutlich, dass sich der zukünftige Betrieb nur schwierig realisieren lässt. Die Vorzeichen sind „eher negativ“, formulierte es Welp mit Blick auf die Zukunftsaussichten des kleinen Bades.

Bisher hatte sich die Arbeitsgruppe „Spaßbad“ nicht nur um Technik und Instandhaltung gekümmert, sondern auch um die Aufsicht. Letzteres könne in Zukunft nicht mehr von der AG geleistet werden, sagt Welp. Somit müsste der Förderverein der Schule die Aufsicht durch qualifiziertes Personal sicherstellen. Das sei, so Welp, nach Rücksprache mit den Verantwortlichen aber auch nicht möglich.

Ob und wie es weitergeht, ist letztendlich auch eine politische Frage, die während der Beratungen für den Haushalt 2019 geklärt werden muss. Ohne eine Bezuschussung ist der Betrieb nicht realisierbar. In den Vorjahren hatte die Stadt rund 5000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt.

Wenn das Spaßbad dichtgemacht werden sollte, würde eine lange Tradition enden. Das Lernschwimmbecken in Stapelmoor wurde 1966 eröffnet. Damals lautete das Ziel der Volksschule Stapelmoor, die über vier ausgebildete Schwimmlehrer verfügte, dass einmal alle ihre Schüler zugleich Frei- und möglichst auch Fahrtenschwimmer sind. Das Becken stand allen Schulen der damaligen Samtgemeinde Oberrheiderland unter Führungskräften der Sportvereine zur Verfügung. Auch Lehrkräfte erteilten über die Pflichtstunden hinaus freiwilligen Schwimmunterricht.


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