DNA wird untersucht Hat ein Wolf 18 Schafe in Bunde gerissen?

Von Liesel Hoevermann

Derzeit werden DNA-Proben untersucht, um festzustellen, ob ein Wolf die 18 Schafe in Bunde gerissen hat. Symbolfoto: Arno Burgi/dpa BildfunkDerzeit werden DNA-Proben untersucht, um festzustellen, ob ein Wolf die 18 Schafe in Bunde gerissen hat. Symbolfoto: Arno Burgi/dpa Bildfunk

Bunde. Hat ein Wolf in Bunderneuland in der Nacht zum Donnerstag, 19. Juli, 18 Schafe gerissen? Wolfsberaterin Stefanie Bergmann hat am Sonntag den Fund von 18 Schaf-Kadavern „im Bunder Bereich“ gegenüber unserer Redaktion bestätigt.

„Ich bin zu einem Verdachtsfall gerufen worden, der mir am Freitag gemeldet wurde, ich war vor Ort. Es gibt keine endgültige Bestätigung, dass es ein Wolfsriss war“, so die Wolfsberaterin zum aktuellen Sachstand. Aus Datenschutzgründen wollte die Beraterin den genauen Ort des Vorfalls nicht nennen. Vor Ort wurden Genetik-Proben an den Kadavern der 18 toten Schafe genommen, auch wurde der Zustand der zum Teil übel zugerichteten Kadaver fotografisch dokumentiert. Jetzt ist das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Sitz in Hannover weiter zuständig. Das Senckenberg-Institut, ein Referenz-Labor für Wolfsgenetik, wird die Proben jetzt auswerten. „Etwa zwei Monate dauert die Auswertung der Proben.“

Weiterer Verdachtsfall Anfang Juli

Anfang Juli hat es, wie Bergmann weiter berichtete, einen weiteren Verdachtsfall im Rheiderland gegeben. An der Ems sollen drei Schafe gerissen worden sein. „Es sind zwei offene Fälle. Dieser Fall ist auch noch in Bearbeitung.“ Selbst vor Ort war sie Anfang Juli nicht.

Wolfssichtungen im Landkreis Leer oder im Rheiderland hat es ansonsten in den vergangenen Wochen nicht gegeben. „Die letzte Information über eine Sichtung, die auch eine Wildkamera dokumentiert hat, stammt aus dem Landkreis Wittmund. Aktuell habe ich keine weiteren Informationen über Wolfssichtungen.“ Wandernde Wölfe können bis zu 70 Kilometer Wegstrecke am Tag zurücklegen.

Die Wolfsberatungsstelle ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen. Bergmann hat ihr Büro in Aurich. In ihrer Arbeit wird die Wolfsberaterin auch durch die Kreisverwaltung unterstützt, zum Beispiel helfen ihr Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde.


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