Mittel für Bauwerk bewilligt Bund gibt 15 Millionen Euro für neue Friesenbrücke frei

Von Holger Szyska

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Für den Neubau der Friesenbrücke in Weener als Drehbrücke hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 15 Millionen Euro bewilligt. Foto: Archiv/ MoormannFür den Neubau der Friesenbrücke in Weener als Drehbrücke hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 15 Millionen Euro bewilligt. Foto: Archiv/ Moormann

Weener. Für den Neubau der Friesenbrücke in Weener als Drehbrücke hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch einen Betrag in Höhe von 15 Millionen Euro bewilligt. Die Summe wird im Etat des Bundesverkehrsministeriums für 2018 veranschlagt.

„Mit der Finanzierung von zusätzlichen 15 Millionen Euro geht der Haushaltsausschuss auf die Wünsche der Region ein“, teilte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Eckhardt Rehberg, mit. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann aus Hesel zeigte sich erfreut: „Heute ist ein richtig guter Tag für unsere Region. Denn jetzt stehen die Mittel für den Bau der Friesenbrücke im Bundeshaushalt.“

Wie berichtet, hatte es im Bundestagswahlkampf im Herbst 2017 einen anhaltenden Streit um die offene Finanzierung gegeben. Nun hätten „die Spekulationen ein Ende“, merkte Connemann an. „Der Bund bekennt sich damit nicht nur zu einer Bahnverbindung“, fügte die Christdemokratin hinzu. „Es geht am Ende auch um das grenzübergreifende Band zwischen Deutschland und den Niederlanden. Dafür habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Enak Ferlemann in den vergangenen Monaten gekämpft. Das hat sich gelohnt. Wort gegeben, Wort gehalten.“

Kostenschätzung bereits überholt

Allerdings basiert der nun bewilligte Betrag auf einer mittlerweile überholten Kostenschätzung der Bahn von rund 48 Millionen Euro. Diese werden anteilig vom Bund (43 Millionen) und vom Land Niedersachsen (fünf Millionen) getragen. Bundesmittel im Volumen von 28 Millionen Euro stammen dabei aus der sogenannten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn (einschließlich der Versicherungssumme des Frachters „Emsmoon“, der die Friesenbrücke im Dezember 2015 gerammt hatte). Die verbleibenden Bundesmittel von 15 Millionen Euro wurden nun im Haushalt veranschlagt.

Wie berichtet, gehen neue Berechnungen der Bahn dem Vernehmen nach inzwischen von Kosten in einer Höhe von bis zu 80 Millionen Euro aus. Dazu Connemann: „Wir haben eingestellt, was wir kannten. Sobald weitere Kosten belastbar feststehen, wird es nicht am Bund scheitern.“


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