Zoll: Größter Fund seit Jahren Fünf Kilo Marihuana in Tasche auf A31 bei Leer entdeckt


pm/dgt Leer. Den nach eigenen Angaben größten Fund an Marihuana seit Jahren im Nordwesten hat der Zoll am Autobahndreieck Leer entdeckt. Die Drogen waren in einer Sporttasche versteckt worden.

Eine Streife der Oldenburger Zoll-Kontrolleinheit hatte den Fund bereits am Mittwoch, 23. Mai 2018 gemacht, heißt es in einer Mitteilung von Mittwoch, 31. Mai 2018. Es handelte sich um insgesamt fünf Kilogramm des illegalen Rauschgifts. „Meine Kollegen fanden die Betäubungsmittel in einer Sporttasche, die ein 31-jähriger PKW-Fahrer in seinem Kofferraum beförderte“, wird Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg, in der Mitteilung zitiert.

Die Zollstreife hatte in den frühen Morgenstunden das Fahrzeug aus dem fließenden Verkehr zur Kontrolle ausgewählt und sich dabei „auf ihr erfahrenes Gespür“ verlassen, so der Zoll. Der Fahrer hatte zunächst die Anhaltesignale des Streifenwagens missachtet und versucht, zusätzlich durch Fahrmanöver der Zollkontrolle zu entgehen.

Schwarzmarktwert von 50.000 Euro

Die Zollbeamten ließen sich jedoch nicht abschütteln und konnten den Fahrer am Autobahndreieck Leer auf dem Standstreifen zum Anhalten bewegen. „Es bedurfte dann keiner langen Überprüfung des Fahrzeugs, um die Drogen zu finden. Dies ist der mengenmäßig größte Aufgriff an Marihuana seit Jahren“, erklärt Mauritz weiter.

Der Schwarzmarktwert des Rauschgifts beläuft sich der Mitteilung zufolge auf 50.000 Euro. Der PKW-Fahrer und mutmaßliche Drogenschmuggler wurde vorläufig festgenommen; die Betäubungsmittel umgehend sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich erging Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich gegenwärtig in einer Justizvollzugsanstalt.

Die weiteren Ermittlungen werden nun beim Zollfahndungsamt Hannover am Dienstsitz Bremen geführt.