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Frau schwer verletzt Dobermann greift 52-Jährige bei Leer an

Von Daniel Gonzalez-Tepper

Der Dobermann verletzte die Frau an mehreren Stellen des Körpers. Symbolfoto: imago/Anka Agency InternationalDer Dobermann verletzte die Frau an mehreren Stellen des Körpers. Symbolfoto: imago/Anka Agency International

Hesel. Eine 52-Jährige aus Westoverledingen ist am Montagnachmittag in Hesel (Landkreis Leer) durch einen Dobermann angegriffen und schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei befindet sie sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

Der Vorfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr in der Werkstraße in der Gemeinde nordöstlich der Kreisstadt. Das spätere Opfer war bei der Hundehalterin erschienen, um eine Hundebox zu erwerben, teilte die Polizei am späten Montagnachmittag mit. Die Heselerin hatte ihren Hund zunächst in ein Gehege gebracht, das sich hinter dem Haus befindet. Daraufhin stieg die Westoverledingerin aus ihrem Fahrzeug aus.

Der Dobermann konnte allerdings das Gehege über ein offenstehendes Tor wieder verlassen. Er stand plötzlich vor der 52-Jährigen, griff sie unvermittelt an und verletzte sie an mehreren Stellen des Körpers, wie ein Sprecher der Polizei Leer auf Nachfrage berichtete. Zwar konnte die Hundehalterin ihr Tier stoppen und in einen Zwinger sperren, dennoch erlitt die Fehntjerin schwere Verletzungen und wurde nach notärztlicher Versorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei vom späten Montagabend befindet sie sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Die Frau aus Westoverledingen sei notoperiert worden. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. (Weiterlesen: Hund „Chico“ nach tödlicher Attacke eingeschläfert)

Hund noch am Nachmittag in Tierheim gebracht

Das Veterinäramt des Landkreis Leer hat umgehend nach Kenntnis des Vorfalls gehandelt. „Ein Mitarbeiter des Amtes hat in Begleitung eines Tierarztes, der auch betäuben kann, noch am Montagnachmittag die Örtlichkeit aufgesucht und den Hund, der sich noch in dem Zwinger befand, mitgenommen“, teilte Dieter Backer, Sprecher der Kreisbehörde, auf Anfrage mit. Der Dobermann wird in ein geeignetes Tierheim gebracht, das sich allerdings nicht im Landkreis Leer und auch nicht im nördlichen Emsland befindet, weil es derartige Tierheime hier nicht gebe, so Backer. In den nächsten Tagen werde dann entschieden, was mit dem Hund passiere, so der Sprecher, also ob er eingeschläfert wird, in Obhut verbleibt oder an die Besitzerin zurückgegeben wird.

Bisher keine Anzeigen

Backer berichtete auf Nachfrage auch, dass weder der Hund, noch die Hundehalterin bisher behördlich in Erscheinung getreten seien. Auch bei der Polizei gab es bisher keine Anzeigen, so ein Sprecher. Angemeldet als Kampfhund sei der Dobermann einwandfrei, teilte Backer weiter mit. Zum Alter des Hundes konnte der Sprecher keine Angaben machen.