Stürme sorgen für viel Arbeit Wehren in Westoverledingen leisten 213 Einsätze

Von Hermann-Josef Döbber

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Beförderungen und Ernennungen standen auf der Versammlung der Gemeindefeuerwehr in Westoverledingen an. Foto: Hermann-Josef DöbberBeförderungen und Ernennungen standen auf der Versammlung der Gemeindefeuerwehr in Westoverledingen an. Foto: Hermann-Josef Döbber

Ihrhove. Die Ortsfeuerwehren der Gemeinde Westoverledingen sind im Jahr 2017 insgesamt 152 alarmiert worden. Zusammen mit Einsätzen infolge von zwei Stürmen sind die Einsatzkräfte insgesamt sogar 213 tätig geworden. Das teilte Gemeindebrandmeister Heino Veenekamp während der Jahresversammlung der Gemeindefeuerwehr in Ihrhove mit.

Durch die Stürme „Herwart“ und „Xavier“ im September und Oktober habe es zahlreiche Folgeeinsätzen gegeben, wodurch die Gesamtzahl der Einsätze auf 213 angestiegen sei. Die Anzahl der Brandeinsätze habe sich 2017 (56 Alarmierungen) auf dem Niveau von 2016 (60 Alarmierungen) gehalten.

Auch bei der Anzahl der Mitglieder kam es wieder zu einem Anstieg von 358 im Jahr 2016 auf 369 am Ende des Jahres 2017. Ähnlich positiv sei die Entwicklung in der Jugendfeuerwehr in diesem Zeitraum gewesen, die statt bisher 70 nun 75 Mitglieder zähle. Darüber hinaus habe der Nachwuchs sehr gute Ergebnisse bei Jugendwettkämpfen erzielt.

Arbeitsentlastung für den Einsatzleiter

Das 16-köpfige Team der noch jungen Informations- und Kommunikationseinheit Westoverledingen (IuK-Gruppe) gewährleistet laut Veenekamp die ständige Bereitschaft und Handhabung der Kommunikationstechnik „und das zu jeder Tages- und Nachtzeit“. Die Gruppe sorge für eine enorme Arbeitsentlastung am Einsatzort für den Einsatzleiter, hieß es weiter.

Der Gemeindebrandmeister ging auch auf eine „Löschkübelaktion“ ein. In einer „Nacht- und Nebelaktion“ seien etwa 6000 Löscheimer in vielen Ortschaften Westoverledingens verteilt worden. Veenekamp: „Auf ironische Weise, jedoch mit ernstem Hintergrund, wurde die Bevölkerung darauf hingewiesen, dass die Feuerwehr weitere Mitglieder benötigt.“

Entgegen den Landestrend genügend Einsatzkräfte

Entgegen den Landestrend sind die Wehren in Westoverledingen nach Darstellung des Gemeindebrandmeisters in der „glücklichen Lage“, auf genügend Einsatzkräfte zurückgreifen zu können. Natürlich dürfe hier die „angespannte“ Tagesverfügbarkeit nicht außer Acht gelassen werden. Hier sei durch Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) nachgeholfen worden. „Der demografische Wandel ist zudem nach wie vor auf dem Vormarsch und ist deutlich spürbar.“

Der im sogenannten „Berliner Papier“ vorgestellte Gesetzentwurf sehe vor, die Altersgrenze für den aktiven Dienst von 63 Jahren zukünftig auf das Ende des 67. Lebensjahres anzuheben. Diese Anhebung ist laut Veenekamp aus Sicht der Gemeindefeuerwehr lediglich eine Verzögerung des Mitgliederschwundes. Um auch in Zukunft personell gut aufgestellt zu sein, setze man in Westoverledingen weiterhin auf eine sehr gut funktionierende Jugendfeuerwehrarbeit. Mit einem Ausblick auf das laufende Jahr sagte Veenekamp, dass zunächst die Erstellung einer „Zukunftsplanung für die Feuerwehren in Westoverledingen“ im Vordergrund stehe. Im Spätherbst soll das Ergebnis vorgestellt werden.

Berthold Bleicher zum Ehrenortsbrandmeister ernannt

Aus dem Gemeindekommando verabschiedet wurden Hauptlöschmeister Joachim Reuwsaat und Brandmeister Berthold Bleicher. Bei Bleicher erfolgte zudem die Ernennung zum Ehrenortsbrandmeister. Befördert wurden Andre Feldkamp zum Brandmeister sowie Rene Funk und Ludwig Schulte zu Hauptfeuerwehrmännern. Stefan Janssen und Ludwig Schulte sind nun Löschmeister und Jens Schmidt ist Oberlöschmeister. Onno Walker, Jochen Niemand und Andre Heeren wurden zu Hauptlöschmeistern ernannt.


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