1065 Leicht-, 155 Schwerverletzte Zahl der Unfälle im Landkreis Leer zurückgegangen

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Bei den künftigen Kontrollen will die Polizei Leer/Emden einen Schwerpunkt auf die Gefahren durch Ablenkung am Steuer wie die Smartphonenutzung legen. Symbolbild: Monika Skolimowska/dpaBei den künftigen Kontrollen will die Polizei Leer/Emden einen Schwerpunkt auf die Gefahren durch Ablenkung am Steuer wie die Smartphonenutzung legen. Symbolbild: Monika Skolimowska/dpa

pm/dgt Leer. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Leer/Emden ist im Jahr 2017 trotz zunehmendem Verkehr zurückgegangen. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen befand sich sogar auf einem Tiefststand. Allerdings gab es mehr leichtverletzte Personen. Ein großes Problem bleibt die Ablenkung am Steuer durch Handynutzung.

Das geht aus Zahlen hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Registriert wurden 4387 Verkehrsunfälle, im Vergleich zum Vorjahr (4461) ein Rückgang von 1,7 Prozent. Im Jahr 2015 lag die Zahl der Unfälle noch bei 4942. „Es ist erfreulich, dass die Zahl der Verkehrsunfälle erneut zurückgegangen ist“, wird Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, in einer Mitteilung zitiert.

Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen leichtverletzten Personen ist 2017 um etwa 11 Prozent auf 1065 gestiegen (2016: 959). Schwerverletzt dahingegen wurden 155 Personen. Diese Zahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr (158) auf einem gleichbleibenden Niveau. Als schwerverletzt gilt eine Person laut Gesetz, sobald sie durch den Unfall verletzt und länger als 24 Stunden in einem Krankenhaus aufgenommen wird. Die eigentliche Art und Schwere der Verletzung spielt dabei keine Rolle.

Vier Verkehrstote, sechs weniger als 2016

Vier Personen sind 2017 im Bereich der Polizei Leer/Emden durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen, sechs weniger als im Jahr davor. Im Vergleich zu den Vorjahren (2013: 13; 2014:16; 2015:10; 2016:10) bedeutet dies „einen Tiefststand“, heißt es in der Mitteilung.

Im Jahre 2017 waren insgesamt 5.193 Fahrzeuge an Verkehrsunfällen beteiligt. Darunter waren 3.682 Pkw, 481 Lkw, 56 Busse und 169 motorisierte Zweiräder. In der Gruppe der Radfahrer hat es 370 beteiligte Fahrräder (2016: 378) und 16 beteiligte Pedelecs (2016: 11) gegeben.

Wie die Polizei weiter mitteilte, waren zum Stichtag 1. Januar 2017 insgesamt 121.519 Fahrzeuge in den Zulassungsbezirken des Landkreises Leer und der Stadt Emden zugelassen, ein Jahr zuvor waren es 119.203, eine Zunahme von 1,9 Prozent. Zum Vergleich: Anfang 2004 waren es nur 87.405 zugelassene Fahrzeuge.

Mehr Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit

Die häufigsten Unfallursachen im Landkreis Leer und der Stadt Emden sind laut Polizei weiterhin die Vorfahrts-/ Vorrangsmissachtungen sowie die Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße. Unfälle, die auf Geschwindigkeitsverstöße zurückzuführen waren, haben im Vergleich zum Vorjahr um neun Fälle auf 328 Fälle zugenommen. 2017 führten 428 Vorfahrts/ Vorrangsmissachtungen zu einem Verkehrsunfall, wohingegen es 2016 noch 30 Fälle weniger waren.

Verkehrsunfälle, die auf den Konsum von Alkohol oder Drogen zurückzuführen waren, gab es 2017 weniger als im Vorjahr. Die Zahl sank von 96 auf 83 um 15,7 Prozent.

Ablenkung am Steuer im Visier

Bei den künftigen Kontrollen will die Polizei Leer/Emden einen Schwerpunkt auf die Gefahren durch Ablenkung am Steuer legen. „Wenn ein Autofahrer bei einer Geschwindigkeit von 50 Km/h eine Sekunde auf sein Handy schaut, dann ist das Auto auf einer Strecke von 14 Metern quasi führerlos. Hier werden wir konsequent kontrollieren und Verstöße stringent ahnden“, kündigte Inspektionsleiter Johannes Lind an.


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