Bilanzsumme weiter gesteigert Raiba Flachsmeer registriert weiter hohe Kreditnachfrage

Von Insa Pölking

Die Bankvorstände (von links) Matthias Beekmann und Christoph Hoek zeigen sich zufrieden mit den Ergebnissen der Raiba Flachsmeer im vergangenen Geschäftsjahr. Foto: Insa PölkingDie Bankvorstände (von links) Matthias Beekmann und Christoph Hoek zeigen sich zufrieden mit den Ergebnissen der Raiba Flachsmeer im vergangenen Geschäftsjahr. Foto: Insa Pölking

isp Flachsmeer. Das Geschäftsjahr 2017 ist für die Raiffeisenbank (Raiba) Flachsmeer nach Worten des Vorstandsvorsitzenden Christoph Hoek „sehr erfolgreich“ verlaufen. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stelle allerdings immer noch eine Herausforderung dar.

Zurückzuführen sei das zufriedenstellende Betriebsergebnis Hoek zufolge vor allen Dingen auf die niedrige Kostenquote. Die sogenannte „Cost-Income-Ratio“ liege bei der Gesellschaft bei 44 Prozent. Das bedeutet konkret für die Raiba Flachsmeer, dass 44 Euro eingesetzt werden, um 100 Euro zu erwirtschaften. Im Verbandsgebiet Weser-Ems liege diese Kennziffer dem Vorsitzenden zufolge bei 66 Prozent.

Bilanzsumme auf 372,1 Millionen Euro angewachsen

Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2017 stieg um 7,19 Prozent auf insgesamt 372,1 Millionen Euro. Das Wachstum wurde dem Vorstand zufolge von einer starken Kreditnachfrage und einer Steigerung der Kundeneinlagen getragen. Weiter stieg das bilanzielle Kreditvolumen auf 307,9 Millionen Euro an. Dies mache ein Wachstum von 5,95 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Auch die Kundeneinlagen sind mit einer Veränderung um 4,5 Prozent zum Vorjahr auf 241,9 Millionen Euro angestiegen.

Die insgesamt knapp 8600 Mitglieder der Raiba Flachsmeer erhalten auch in diesem Jahr eine Dividende von 3,25 Prozent auf die Geschäftsguthaben. Zusätzlich werde den Genossen der Raiffeisenbank der VR-Mitglieder-Bonus in Höhe von 129.200 Euro ausgezahlt. So entspricht die Ausschüttung einer durchschnittlichen Gesamtrendite von 6,7 Prozent.

Altersvorsorge von niedrigen Zinsen negativ betroffen

Die Niedrigzinspolitik stellt dem Vorstand zufolge immer noch eine Herausforderung für die Banken dar. „Die niedrigen Zinsen sind eine echte Katastrophe für die Einleger“, erklärte Hoek. „Sie bekommen nicht das, was sie eigentlich eingeplant hatten. Sie verlieren aktuell reales Geld.“ Auch die Altersvorsorge sei von den niedrigen Zinssätzen negativ betroffen. „Viele legen sich Kapital zur Seite, um im Alter von den Zinsen leben zu können“, berichtete der Vorsitzende. „Das funktioniert im Moment so überhaupt nicht. Es ist Zeit, dass hier ein Umdenken stattfindet.“

Die Spendenbeiträge für die in Westoverledingen und dem südlichen Ostfriesland sowie dem nördlichen Emsland ansässigen Vereine und gemeinnützigen Einrichtungen sei der Gesellschaft auch in 2017 ein wichtiges Anliegen gewesen. Die Zuwendungen summierten sich auf etwa 69.000 Euro. Ein Betrag in Höhe von gut 29.300 Euro konnte aus dem Zweckertrag des Gewinnsparens gespendet werden. Aus den Mitteln der Stiftung der Raiba Flachsmeer wurden 14.500 Euro bereitgestellt. Darüber hinaus stellte die Genossenschaft noch einmal gut 25.000 Euro aus eigenen Mitteln zur Verfügung. „Wir möchten auch in Zukunft versuchen zu helfen, wenn mal Not am Mann ist“, sagte Hoek. „Das ist uns eine Herzensangelegenheit.“

Stiftung verfügt mittlerweile über 475.000 Euro Kapital

Bei der Gründung im Jahr 2003 betrug das Stiftungskapital der Raiba Flachsmeer 62.500 Euro. Mittlerweile ist es durch Zustiftungen der Genossenschaft auf 475.000 Euro angewachsen. Im vergangenen Jahr wurde die Stiftung mit weiteren 25.000 Euro Kapital ausgestattet. Seit der Gründung hat die Stiftung 120.500 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt.