Vakanz seit 2016 beendet Neuer Pastor in Steenfelde ordiniert

Von Hermann-Josef Döbber

Christophe Costi (links) ist am Sonntagnachmittag von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (rechts) als neuer Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Steenfelde eingeführt worden. Foto: Hermann-Josef DöbberChristophe Costi (links) ist am Sonntagnachmittag von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (rechts) als neuer Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Steenfelde eingeführt worden. Foto: Hermann-Josef Döbber

Steenfelde. Christophe Costi ist am Sonntagnachmittag in der evangelisch-lutherischen St.-Maria- und St.-Nikolaus-Kirche Steenfelde als neuer Pastor ordiniert worden. Damit endete die Vakanz der seit dem 1. Advent 2016 unbesetzten Stelle.

Landessuperintendent Detlef Klahr führte den neuen Seelsorger feierlich in seine erste Pfarrstelle ein. Er wünschte diesem viel Freude an seiner neuen Aufgabe und ein gutes Miteinander mit den Menschen. Dabei platzte die Kirche buchstäblich aus allen Nähten. Schon lange vor Beginn um 15 Uhr war die freudige Erwartung der Gemeinde fast greifbar.

Bis dato letzte Ordination im Jahr 2010

Eine Ordination hatte es in Steenfelde zuletzt 2010 gegeben. Damals trat das Pastorenehepaar Simon und Helga Kramer, das sich die Pfarrstelle teilte und in der kirchlichen Arbeit abwechselte, die Nachfolge von Claus Dreier an. Dieser hatte 2008 nach 20 Jahren Steenfelde verlassen. Das Ehepaar Kramer wechselte Ende November 2016 (wir berichteten) ins Osnabrücker Land nach Vehrte, wo Simon Kramer als Pastor in der Johannesgemeinde tätig wurde. Seine Ehefrau wirkt an der Universität Osnabrück und berät dort Theologiestudenten.

1800 Protestanten

Seitdem war die Pfarrstelle vakant. Die Vertretung übernahm Pastor Rolf Kemner in der knapp 1800 Protestanten zählenden Kirchengemeinde. Ihm dankte Heinz-Peter Schmidt, als er namens des Kirchenvorstandes die Eingangsworte sprach und den neuen Seelsorger, der tags zuvor zusammen mit Ehefrau Yvonne mit einer Kutsche eingeholt worden war, herzlich willkommen hieß.

„Von Herzen zu Hause sein“

Christophe Costi sagte nach der Segnung in dem von Organistin Olga Renz sowie dem Gitarrenchor, dem Posaunenchor und dem Singkreis der Kirchengemeinde Steenfelde musikalisch umrahmten Gottesdienst zu den Gläubigen, dass er mit großer Vorfreude an seine neue Tätigkeit herangehe. „In Steenfelde möchte ich nicht nur äußerlich, sondern auch von Herzen zu Hause zu sein.“ Ihm und seiner Frau sei es wichtig, die Menschen einer nach seinen ersten Eindrücken aktiven Gemeinde mit vielen motivierten Menschen aus allen Altersgruppen kennenzulernen.

Vorfahren in Frankreich und Italien

Der Seelsorger hat eine deutsche Mutter und einen französischen Vater. Costis Nachname stammt von seinem Urgroßvater aus Italien. In Frankfurt geboren studierte er nach dem Abitur von 2007 bis 2014 Theologie im Krelinger Studienzentrum und an den Universitäten Marburg, Hamburg und Mainz. Danach absolvierte der 29-Jährige sein Vikariat in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Gießen-Kleinlinden. 2017 bewarb er sich um eine Pfarrstelle beim Landeskirchenamt in Hannover. Als ihm die Stelle in Steenfelde angeboten wurde, traf er sich mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Rhauderfehn, Gerd Bohlen, und Heinz-Peter Schmidt vom Kirchenvorstand. Bis Ende 2017 arbeitete der neue Pastor in Gießen in der Thalia-Universitätsbuchhandlung, seine Ehefrau war beruflich Erzieherin in einer Kindertagesstätte.

Im Anschluss an den Einführungsgottesdienst lud der Kirchenvorstand zum Empfang in das Gemeindehaus ein. Hier bestand die Möglichkeit, mit Landessuperintendent Klahr und dem Ehepaar Costi ins Gespräch zu kommen.