Treffen der Projekt-Beteiligten Emsfähre soll schnell den Betrieb aufnehmen

Von Holger Szyska

Ein Segment der zerstörten Friesenbrücke, das vor der Schiffskollision vom 3. Dezember 2015 stets für Ems-Überführungen der Meyer Werft ausgehängt werden musste, liegt auf einem Gelände des Bauunternehmens Bunte in Papenburg. Foto: SzyskaEin Segment der zerstörten Friesenbrücke, das vor der Schiffskollision vom 3. Dezember 2015 stets für Ems-Überführungen der Meyer Werft ausgehängt werden musste, liegt auf einem Gelände des Bauunternehmens Bunte in Papenburg. Foto: Szyska

Leer/Weener. Im Kreishaus in Leer haben sich am Dienstag zahlreiche Beteiligte getroffen, um sich über die geplante Emsfähre als zeitweiligen Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke abzustimmen.

Zwar wurden die Anträge für die vorgesehenen Anlegestellen in Weener und Mitling-Mark nach Angaben der Kreisverwaltung noch nicht gestellt. Der designierte Geschäftsführer der kommunalen Betreibergesellschaft der Fähre, Eberhard Lüpkes, zeigte sich auf Anfrage der Redaktion aber hoffnungsvoll. „Nach der Besprechung bin ich optimistischer als vorher“, sagte der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Westoverledingen. „Jetzt können die Hausaufgaben erledigt werden, wir sind auf der Zielgeraden“, so Lüpkes. Zwar seien noch einige Arbeiten erforderlich, zum Beispiel Baumaßnahmen für die Anlegestellen. Die geplante Fähre solle aber „so schnell wie möglich“ in Fahrt kommen.

Wie berichtet, hatte Paul Bloem als Leiter „Politik und Kommunikation“ der Papenburger Meyer Werft als möglichen Starttermin das Pfingstfest (20. Mai) in Aussicht gestellt. Bloem hatte zudem bestätigt, dass wegen ausufernder Kosten eine abgespeckte Version ins Auge gefasst wird. Demnach kann die Fähre „bei extremem Niedrigwasser“ nicht fahren, weil die nun vorgesehenen Ponton-Anleger dann im Schlick aufliegen.

Eberhard Lüpkes kann sich nicht vorstellen, dass der Plan kurz vor dem Ziel noch scheitert: „Ich gehe davon aus, dass eine Fähre fahren wird. Der gute Wille ist auf allen Seiten da.“ So befinde sich auch die Betreibergesellschaft, die von der Stadt Weener und der Gemeinde Westoverledingen gegründet wird, „auf einem guten Weg“. Der Notartermin als offizieller Gründungsakt werde nächste Woche stattfinden, kündigte Lüpkes an.

Neben dem designierten Geschäftsführer der Fährgesellschaft haben Vertreter der Kreisbehörde, der Meyer Werft, des mit den Planungen beauftragten Ingenieurbüros, der Rheider und der Overledinger Deichacht, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie Weeners Hafenmeister Heiner Düring für die Hafen und Tourismus GmbH (HuT)an dem Abstimmungstreffen im Kreishaus teilgenommen.