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Ersatz für zerstörte Friesenbrücke Emsfähre wird nicht infrage gestellt

Von Holger Szyska

Der Plan einer Fähre als Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke stand zwischenzeitlich wegen hoher Kosten auf der Kippe. Nun zeichnet sich eine abgespeckte Variante ab. Foto: Gerd SchadeDer Plan einer Fähre als Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke stand zwischenzeitlich wegen hoher Kosten auf der Kippe. Nun zeichnet sich eine abgespeckte Variante ab. Foto: Gerd Schade

Weener. Der Plan einer Fähre als Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke stand zwischenzeitlich wegen hoher Kosten auf der Kippe. Nun zeichnet sich eine abgespeckte Variante ab.

Nach immer neuen Hindernissen auf dem Weg zur Emsfähre hatten sich die Meyer Werft und die Reederei Schulte und Bruns als Initiatoren mit der Ankündigung eines Starttermins zurückgehalten. Nachdem ursprünglich Ende Mai 2017 angepeilt worden war, hat sich Paul Bloem nun erstmals wieder eine Prognose entlocken lassen. „Wenn es wie geplant läuft, dürfte Pfingsten als Termin stehen“, sagte der Leiter Politik und Kommunikation der Papenburger Meyer Werft.

Bloem erklärte zudem, dass die veranschlagten Kosten für den Fährverkehr aufgrund von Auflagen für die geplanten Anlegestellen in Weener und Mitling-Mark ausgeufert seien. „Die Dimensionen waren nicht mehr vermittelbar“, bestätigte Bloem, dass der Einsatz der Emsfähre als Ersatz für die zerstörte Friesenbrücke zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Nun zeichne sich aber eine vertretbare Lösung ab. „Die Fähre wird nicht in Frage gestellt“, sagte Bloem.

Dem Vernehmen nach wäre eine Investition von rund 1,2 Millionen Euro nötig gewesen, um einen Fährverkehr unabhängig von der Tide zu ermöglichen. In diesem Fall wären größere Eingriffe im Uferbereich notwendig gewesen, so Bloem. Stattdessen seien nun Ponton-Anleger geplant, die allerdings „bei extremem Niedrigwasser aufliegen“ würden. „Dann ist kein Fährverkehr möglich“, sagte Bloem. Nähere Angaben zu den Fährzeiten machte er nicht. „Da gibt es noch Klärungsbedarf.“ Das gelte auch für „Details“ bei der amtlichen Zulassung des „weitestgehend fertigen“ Schiffes.