Auch 79-Jährige im Visier Festnahmen im Rotlichtmilieu im Landkreis Aurich

Von Daniel Gonzalez-Tepper

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Die Polizei im Landkreis Aurich ermittelt gegen drei Beschuldigte, darunter eine 79-Jährige, denen vorgeworfen wird, seit 2014 junge Frauen aus Osteuropa unter falschen Tatsachen ins Rotlichtmilieu in Ostfriesland gelockt zu haben. Symbolfoto: Oliver Berg/dpaDie Polizei im Landkreis Aurich ermittelt gegen drei Beschuldigte, darunter eine 79-Jährige, denen vorgeworfen wird, seit 2014 junge Frauen aus Osteuropa unter falschen Tatsachen ins Rotlichtmilieu in Ostfriesland gelockt zu haben. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

pm/dgt Aurich. Wegen des Verdachts der Zwangsprostitution hat die Polizei im Landkreis Aurich eine 79-Jährige und einen 51-Jährigen festgenommen. Beide sollen mehr als drei Jahre lang junge Frauen aus Osteuropa ausgenutzt haben.

Den beiden Inhaftierten sowie einem 23-Jährigen wird vorgeworfen, seit 2014 Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren über Mittelsmänner in Osteuropa als Prostituierte angeworben haben. Das soll teilweise unter dem Vorwand, in Deutschland einer anderen Tätigkeit nachgehen zu können, passiert sein. Als die Frauen sodann in Bordellen in Ostfriesland (Südbrookmerland und Neermoor) für die Beschuldigten tätig wurden, sollen die Beschuldigten die Prostituierten finanziell ausgebeutet haben, teilte die Staatsanwaltschaft Aurich am Donnerstagmorgen mit.

Hausdurchsuchungen in sechs Objekten

Die Festnahme erfolgte am Mittwoch 31. Januar 2018, nachdem es in sechs Objekten in den Landkreisen Aurich und Leer Hausdurchsuchungen gegeben hatte. Die erfolgten durch Beamte der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund und Leer/Emden sowie des Hauptzollamtes und der Steuerfahndung und war richterlich angeordnet worden.

Der 51-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft, der Haftbefehl gegen die 79-Jährige wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.Die weiteren Ermittlungen dauern an, heißt es in der Mitteilung.

Zur Zahl der betroffenen Frauen konnte Oberstaatsanwältin Katja Paulke auf Nachfrage keine Angaben machen. Auch nicht, wie es zu den Ermittlungen kam. Die Beschuldigten wurden über einen längeren Zeitraum von verdeckten Ermittlern beobachtet, heißt es.


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