Stunts in der Ostfrieslandhalle „Galaabend der Pferde begeistert“ 4000 Zuschauer

Von Karsten Gleich

Spektakuläre Einlagen gab es beim „Galaabend der Pferde“ in Leer zu sehen. Foto: Karsten GleichSpektakuläre Einlagen gab es beim „Galaabend der Pferde“ in Leer zu sehen. Foto: Karsten Gleich

Leer. Angekommen in der Liga der großen Pferdeshows: Ostfrieslands Traditionsveranstaltung „Galaabend der Pferde“ präsentierte in Leer ein 145-minütiges Unterhaltungsfeuerwerk.

Die Winschotener Showband „De Klinkers“ hat seit einer halben Stunde die rund 4000 Besucher in der Leeraner Ostfrieslandhalle in Stimmung gebracht, als gegen 20 Uhr der erfolgreichste ostfriesische Vierspännerfahrer Titus de Wolf die Moderatoren Wolfgang Kohne und Ute Visser-Hülsmeier sowie die Galaabend-Gastgeber Klaus und Ekko Gosch in die Arena fährt.

„Guten Abend Leer“, schallt es durch die Lautsprecher, die Masse antwortet mit tosendem Applaus. Vertraute Stimmung, man kennt sich. Und doch werden, nach den kommenden 145 Minuten Unterhaltungsfeuerwerk, die Besucher mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass etwas anders ist. Der Galaabend ist erwachsen geworden und in der Liga der großen Pferdeshows angekommen. Das Stelldichein der deutschen und internationalen Showelite ist zu einem Gesamtkunstwerk aus Horsemanship, Reitkunst sowie Licht- und Toneffekten verschmolzen.

Den Auftakt machte das Schaubild „Ballonschleppe“ der Reiterinnen Gerlinde Bartelheimer und Kathrin Stehr. Mit endlos erscheinenden Ballontrauben im Schlepptau, ließen sie ihre Hengste durch die Halle tanzen. Es folgten Friesenhengste und charmante Hundedressuren des aus dem Zirkus Roncalli bekannten Russen Leonid Beljakov.

Nach einer halben Stunde Show kam bereits der erste Höhepunkt. Und zwar keine Geringeren als die Nummern zwei, vier und sechs der Weltrangliste: Die Voltigierer Thomas Brüsewitz, Viktor Brüsewitz und Jannik Heiland kamen mit Flickflacks und Salti in die Halle gesprungen, nahmen die Zuschauer mit in ihr Schaubild „Arabische Nacht“ und wickelten dabei nicht nur die Zuschauerinnen um den Finger.

Als Abschluss des ersten Teils hatte Klaus Gosch sich den Franzosen Galinier Lawrence, auch bekannt als Eddy Bolineau, ausgesucht. Mit seiner fast schon pantomimischen Show und einer einmaligen Mischung aus Humor, Zärtlichkeit und Pferdesport begeisterte er nicht nur Pferdeenthusiasten.

Der zweite Teil des Galaabends stand ganz im Zeichen des südfranzösischen Weltstars Gilles Fortier. Seit mehr als 20 Jahren kreiert er innovative, poetische und faszinierende Schaubilder mit Pferde und gehört zu den ganz großen bei zahlreichen Festivals und Shows. Zusammen mit seinem Sohn Thomas sorgte er für den Höhepunkt des Abends mit gleich mehreren atemberaubenden Darbietungen aus hoher Reitkunst und rasanten Feuerstunts.

„Glückwunsch an die Familie Gosch zu einem so gelungenen Abend“, lobte Hengsthalter Gerd Sosath die Veranstaltung, während er seine Hengste vorstellte. Eigentlich sind Bundeschampion „Devonport“ und der Oldenburger Siegerhengst „Fürst Fabrice“ sonst die Höhepunkte auf Veranstaltungen. Am Sonnabend wirkten die beiden Spitzenhengste angesichts der vielen Weltklasseschaubilder beinahe ein wenig wie schmückendes Beiwerk.