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24.01.2018, 06:11 Uhr KOMMENTAR

Gaststätte in Völlenerkönigsfehn: In Gemeindehand gut aufgehoben

Ein Kommentar von Maike Plaggenborg


Dass die nach 165 Jahren schließende Gaststätte samt Saalbetrieb in Gemeindehand landet, ist gut und könnte ein neuer Anlaufpunkt in Völlenerkönigsfehn werden. Foto: Hermann-Josef Döbber/ArchivDass die nach 165 Jahren schließende Gaststätte samt Saalbetrieb in Gemeindehand landet, ist gut und könnte ein neuer Anlaufpunkt in Völlenerkönigsfehn werden. Foto: Hermann-Josef Döbber/Archiv

Völlenerkönigsfehn. Die Gaststätte mit Saalbetrieb Veen in Völlenerkönigsfehn schließt zum 30. April 2018. Das Gebäude ist bereits an die Gemeinde Westoverledingen verkauft. In deren Hand ist sie gut aufgehoben. Ein Kommentar.

Saalbetriebe, die heutzutage ihr endgültiges Ende finden, weil es keine Nachfolger gibt, sind Ausdruck einer sich verändernden Kultur in Dörfern. Viele junge Menschen sind nicht mehr bereit, ihr Leben an eine wirtschaftliche Selbstständigkeit zu opfern, die fernab einer regulären 40-Stunden-Woche liegt.

Hinzu kommt das finanzielle Risiko. Denn auch die Kundschaft ist eine unberechenbare Größe geworden. Vielfach etwa werden Hochzeiten nicht mehr mit einer Gästezahl im, wenn auch unteren, dreistelligen Bereich gefeiert - erstens, weil es nicht mehr gewünscht ist, denn die Zusammengehörigkeit innerhalb von obendrein schrumpfenden Familien haben sich verändert. Zweitens wollen viele das dafür investierte Geld anderweitig verwenden.

Umso positiver ist es, speziell in diesem Fall der 165 Jahre alten Gaststätte mit Saalbetrieb in Völlenerkönigsfehn, dass eine Nachnutzung in Planung geben wird. Auch wenn die Gemeinde Westoverledingen, die nun neue Eigentümerin ist, noch keine konkreten Vorstellungen hat: Sicher ist wohl, dass sie es nicht verfallen lassen wird, sondern wieder einen Dorfmittelpunkt schaffen wird, von dem alle profitieren.


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