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Westmauer erneuert Windthorst-Gedenkstätte in Hitzhausen ist saniert

Von Rainer Westendorf | 27.12.2016, 17:38 Uhr

Die Sanierung der Ludwig-Windthorst-Gedenkstätte in Hitzhausen ist abgeschlossen. Das Vorhaben hat rund 140.000 Euro gekostet und wurde mit Geldern aus dem Dorfentwicklungsprogramm gefördert.

Die Sanierung war erforderlich, weil trotz verschiedener Stabilisierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren festzustellen war, dass die Westwand der Gedenkstätte umzukippen drohte. Der Kippprozess hatte bereits im Jahre 2007 begonnen. Die Gedenkstätte musste schließlich aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt werden.

Finanzielle Förderung

Dank der finanziellen Förderung konnte das Vorhaben im Oktober in Angriff genommen werden. „Ohne das Dorfentwicklungsprogramm wäre das nicht möglich gewesen“, so Bürgermeister Rainer Ellermann bei der Bauabnahme. Für die Kommune war die Aufnahme in das Programm also ein Glücksfall. Schließlich ist 2016 ein Ludwig-Windthorst-Jubiläumsjahr. Der Politiker starb vor 125 Jahren – am 14. März 1891 – in Berlin. Der 1812 geborene Windthorst war Jurist, Minister im Königreich Hannover und nach Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 Abgeordneter des Reichstags. Er zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Zentrums-Partei, der Vorläufers der CDU. Und mit der sanierten Anlage in Hitzhausen soll Windthorsts Andenken für die kommenden Generationen erhalten werden.

Dank an Heinz Glandorf

Besonderer Dank galt Heinz Glandorf. Er wohnt in der Nachbarschaft, hält die Anlage in Schuss und „gibt auch den Fremdenführer“, wenn Touristen auf Gut Caldenhof kommen und mehr über Ludwig Windthorst und die Gedenkstätte wissen möchten. Gut Caldenhof ist im Besitz des Grafen Droste zu Vischering. Die Sanierung der Gedenkstätte war folglich nur mit Zustimmung der Eigentümerfamilie möglich. Die Zusammenarbeit war problemlos und lief hervorragend. Schließlich seien alle Beteiligten froh, dass sich die Anlage nun wieder in gutem Zustand befinde. Das betonte auch Oberförster Josef Diekamp vom Fostamt Vischering.

Die Westmauer abgetragen

Welche Arbeiten wurden in den vergangenen Wochen ausgeführt? Zuerst wurde die Westmauer abgetragen, um sie dann wieder aufzubauen. Die Steine sind gesäubert , sortiert und später wiederverwendet worden. Um eine dauerhafte Standfestigkeit zu erreichen, wurde die Natursteinmauer auf einem massiven Betonfundament aufgebaut. Zusätzlich hat das beauftragte Bauunternehmen Schröder aus Mönkehöfen noch eine Winkelstützwand erstellt.

Pfahlgründungen

Wie berichtet waren beim Abtragen der Mauer tief im Boden noch Pfahlgründungen aus Eichenholz entdeckt und ausgegraben worden. Dieses Holz stammt allerdings nicht – wie zunächst vermutet – aus dem Mittelalter. Es ist deutlich jünger und somit auch kein archäologisches Fundstücke.

Vor dem Sanierungsstart wurden Gespräche mit der Unteren Denkmalschutzbehörde geführt und das Vorgehen abgesprochen. Das Konzept hat dann Bauingenieur Til von der Heyde erstellt.