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Ortstermin mit Petra Lucas Grüne kritisieren Verlegung der B 51 Richtung Ostercappeln

Von PM. | 20.04.2016, 10:30 Uhr

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Ostercappeln, Petra Lucas, hat zu einer Begehung der möglichen B51-Trasse eingeladen. Vor Ort plädierte sie für Öffentlichkeitsbeteiligung.

„Wer nicht will, dass Natur und Landschaft durch eine Verlegung der B 51 zwischen Belm und Ostercappeln zerstört und mehr Verkehrslärm verursacht wird, sollte das frühzeitig deutlich machen“. Das erklärte die Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Petra Lucas, anlässlich einer Begehung der möglichen Trasse.

Scharfe Kritik am Entwurf

Scharfe Kritik äußerte die Grünen-Sprecherin, dass das Vorhaben in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen wurde, ohne dass es mit den Betroffenen vor Ort diskutiert worden sei.

Dass schon eine Trasse von 3,8 Kilometern mit Kosten von 23,9 Mio Euro benannt werde, stelle unter Beweis, dass es schon konkrete Pläne gebe. „Solche Planungen dürfen nicht länger den Strippenziehern hinter den Kulissen vorbehalten bleiben“, betonte Lucas.

Mögliches Gebiet zeichne sich

Auch wenn noch kein konkreter Trassenverlauf benannt worden sei, zeichne sich ab, dass das Gebiet östlich des Iburgshofes in Belm erheblich betroffen sein werden. So würden sicher der Sportplatz Haaren, der Pferdehof Langsenkamp, der Hof Tometten, die Ziegelei Ammonit Keramik sowie der Fernradweg Osnabrück-Bremen berührt.

Andere Häuser würden den Verkehr mit Lärm direkt vor ihre Haustür bekommen. „Der Sternbusch müsste überquert werden, Haaren würde ein weiteres mal durchschnitten“, stellte Lucas fest.

Ohne Rücksicht auf Landwirtschaft

„Diese Verkehrspolitik entstammt dem letzten Jahrhundert“, kritisierte die Grünen-Sprecherin. Es werde immer mehr Natur versiegelt und wertvolle landwirtschaftliche Fläche verbraucht.

Erforderlich sei ein Umstieg auf die Bahn, sowohl der Ausbau des Personenverkehrs als auch die Verlagerung des Güterverkehrs. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum zukünftigen Verkehrswegeplan biete noch bis zum 2. Mai Gelegenheit, das deutlich zu machen.

Post für das Bundesministerium

Eingaben können vorgenommen werden über die Seite des Bundesverkehrsministeriums (www.bmvi.de , dort unter „Verkehr und Mobilität“, „Verkehrspolitik“ und „Verkehrsinfrastruktur“) oder per Post geschickt werden an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Referat G12, Invalidenstraße 44, 10115 Berlin; Stichwort „BVWP 2030“).