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Hinnenkamps und Gerings Der neue Venner Pastor muss noch lernen

Von Erich Abke | 09.12.2014, 19:30 Uhr

Wenn in Venne des Nachmittags in der Adventszeit zahlreiche Männer und Frauen in Richtung Gasthaus Linnenschmidt strömen, dann hat das einen sehr guten Grund. In diesem Fall fand dort die Adventsfeier der Venner Senioren statt.

Auch in diesem Jahr war die Walburgis-Kirchengemeinde Veranstalter der kirchlich-kommunalen Adventsfeier für alle Venner ab siebzig Jahren. Bei Kaffee und Kuchen sowie weihnachtlichen Geschichten und Liedern galt es, ein wenig innezuhalten. Gemeinsam konnten alle die Feier im festlich geschmückten Saal des Gasthauses Linnenschmidt behaglich genießen.

Ortsbürgermeisterin Edeltraut Altemöller-Menke freute sich über die Einladung. Advent sei die Zeit der Vorfreude auf das Wunder von Weihnachten, eine Zeit der Vorbereitung auf Jesu Geburt. Gemütlichkeit ziehe ein, das Licht der Kerzen werde heller. Und weiter: „Wir machten es uns schön, um in der warmen Stube bei Marzipan-, Mandel- und Kerzenduft ein wenig zu naschen. Wir denken gerne an unsere Kindertage zurück, an die Zeit der ungeduldigen weihnachtlichen Vorfreude und an den Zauber des Heiligen Abends.“ Die Ortsbürgermeisterin erinnerte an die Feier des vergangenen Jahres, als die Gemeinde noch keinen neuen Pastor hatte. Inzwischen sei Pastor Bodo Boehnke in Venne „gut gelandet“. „Wir sind dankbar und glücklich, dass wir Herrn Boehnke in unserer Gemeinde als neuen Pastor haben“, sagte sie auch im Namen des Ortsrates, eine Feststellung, die von den Senioren mit viel Beifall bedacht wurde.

Der so Gelobte betonte, er sei gerne in Venne angekommen, müsse aber noch lernen, die vielen Hinnenkamps und Gerings und all die anderen Namensgleichheiten und ihre Verwandtschaftsverhältnisse zu verstehen und auseinanderzuhalten.

Es wurden viele Weihnachtslieder gesungen. Zu den Klängen des Posaunenchores war das eine besondere Freude. Kinder der Jazz-Dance-Gruppe des Hunteburger Sportvereins trugen ihre Tänze vor. Anni Schütte und die Ortsbürgermeisterin lasen weihnachtliche Geschichten.

Die ältesten Senioren der Adventsfeier erhielten eine besondere Ehrung. Zu ihnen gehören Frida Gieske, Emmi Laumerich, Regine Apiok, Heinrich Kuhlmann, Friedrich Hinnenkamp und Herbert Kriete.

Pastor Böhnke berichtete von dem König an der Krippe, der mit leeren Händen kam, der voller Enttäuschung an so ziemlich allen zweifelte, auch an dem Kind in der Krippe. Sein Herz sei aber voll Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Er bekam einen Strohhalm aus der Krippe. Das Kind in der Krippe sei der Strohhalm, an den er sich klammern könne. „Jetzt können Sie mal raten, was es bei uns Weihnachten in der Kirche als Geschenk gibt“, sagte Boehnke.