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Fahrradturnier auf Schulhof Venne: Sicherheit steht eindeutig im Vordergrund

Von Karin Kemper | 30.06.2015, 21:30 Uhr

Eine ganz spezielle Hausaufgabe erhielten die Mädchen und Jungen der Mühlenbach-Grundschule in Venne: Sie mussten sich um ein verkehrssicheres Fahrrad kümmern. Das wiederum war nämlich die Voraussetzung, um am Fahrradturnier teilzunehmen, das der Motorsportclub (MSC) Venne durchführte.

So entstand auf dem Schulhof der ADAC-Parcours, bei dem es an den verschiedenen Stationen jede Menge Möglichkeiten gab, Fehlerpunkte zu kassieren. Zumeist schallte es aber „Null“ über das Gelände, wenn die Mädchen und Jungen der Klassen zwei bis vier die jeweilige Aufgabe fehlerfrei gelöst hatten. Ohne Fehler ins Ziel zu kommen war nicht so einfach.

Da galt es, daran zu denken, sich beim Starten umzuschauen, Fahrtrichtungswechsel mit der Hand anzuzeigen, auf dem Schrägbrett die Spur zu halten und in der Acht keines der Klötzchen umzuwerfen. Ohne Vergleiche untereinander ging es nicht ab: „Ich bin ein Zehntel schneller als du gewesen“, meinte ein Junge. Allerdings ist Tempo keineswegs das entscheidende Kriterium. Vielmehr steht Sicherheit im Vordergrund.

Und die Zeit wird erst ziemlich zum Schluss gestoppt – nämlich beim Slalom um die Stangen bis hin zum abschließenden Bremstest. Bevor sich die Kinder den Herausforderungen des Parcours stellten, wurden ihre Räder einem Sicherheitscheck unterzogen. Der Prüfer hatte Handwerkzeug parat. Kleine Reparaturen erfolgten umgehend. Nicht fehlen durfte der Hinweis auf den einen oder anderen fehlenden Reflektor.

Eins ums andere Mal war das Nachziehen der Kugellager erforderlich. Das verhindert auf Sicht größere Schäden. Allerdings erkannte der Experte auch, dass so manches Rad bauartbedingte Schwachstellen hat. So kann von den Drähten der Baudenzüge durchaus Verletzungsgefahr ausgehen. Und so manches Plastikteil ist nicht besonders widerstandsfähig.

Allerdings ging es nicht ohne größere Schäden an. So war beispielsweise bei einem Rad die Vorderbremse komplett außer Betrieb und die (Plastik)Lampe abgebrochen. Eine Lehrerin meinte: „Ich finde es richtig, dass das notiert wird.“

Selbstverständlich trainieren die Grundschüler im Vorfeld. Und auch die Erstklässler, die bis zu ihrem Start noch ein ganzes Schuljahr warten müssen, können schon einmal schnuppern. Allerdings sind sie dabei nicht mit dem Rad, sondern mit dem Roller unterwegs. „Das machen wir seit ein paar Jahren, damit die Kinder sich schon einmal mit den Aufgaben befassen und nicht am Rande stehen, wenn die anderen Klassen üben“, sagt Schulleiterin Julia Bragulla.

Bis zur Siegerehrung am kommenden Freitag steigt bei den Kindern die Spannung. Dann gibt es in der großen Pause Medaillen und Urkunden.