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Aktion auf der Ostercappelner Kirmes – Gut Caldenhof: Baumpaten für die neuen Alleebäume werden gesucht

Von Rainer Westendorf | 06.09.2011, 15:32 Uhr

Am Gut Caldenhof in Hitzhausen; Geburtsort Ludwig Windthorsts, tut sich derzeit einiges. So wird ein neuer Durchlass für den Caldenhofer Bach angelegt, die Brücke wird standsicher gemacht, der Bachlauf wird verändert, und demnächst werden neue Alleebäume gepflanzt.

Im Frühjahr mussten nach Empfehlung von Förstern der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises sowie der Gutsverwaltung Droste zu Vischering Alleebäume am Gut entfernt werden. Die Ahorne waren nicht mehr verkehrssicher. „Neuanpflanzungen werden aber vorgenommen“, betont Fachdienstleiter Michael Borgmeier von der Gemeindeverwaltung. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Ortsrat Ostercappeln gefasst.

Der Verein Starkes Dorf hat das Thema Alleebäume aufgegriffen. Zunächst wurde im Starken Dorf darüber diskutiert, ob man nicht versuchen solle, die gesunden Ahorne zu erhalten. Letztlich setzte sich die Erkenntnis durch, die Argumente der Forstfachleute zu akzeptieren. „Das Starke Dorf will bei der Wiederbepflanzung aktiv mithelfen“, so Franz Kahlert. Dafür wird eine besondere Aktion gestartete. Während der Kirmes in Ostercappeln vom 10. bis 12. September will die Gruppe um Baumpaten für das Entstehen einer neuer Allee am Caldenhofer Weg werben. „Der Verschönerungsverein unseres Dorfes schließt sich dieser Aktion an“, berichtet Kahlert.

Die beiden Vereine rufen Bürger als Einzelspender, aber auch Familien, Gruppen, Vereine, Firmen oder Genossenschaften auf, Patenschaften für einen Ahorn zu übernehmen. Erste Patenschaften seien bereits zugesichert worden, so das Starke Dorf. Anlass für eine solche Patenschaft könnten zum Beispiel Taufen, Geburtstage, Hochzeiten, bestandenen Exmanen oder Ähnliches mehr sein. Ein guter Grund wäre natürlich auch der 200. Geburtstag Ludwig Windthorsts, des berühmtesten Bürgers Ostercappelns. 2012 ist bekanntlich das Windthorst-Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen. Auftakt ist bereits im Januar. „Die Gemeinde Ostercappeln wird jedem Baumpaten eine Urkunde ausstellen und die Namen der Spender archivieren. Jeder neu gepflanzte Baum am Caldenhofer Weg erhält auf Wunsch ein kleines Schild mit Namen des Paten“, so Kahlert. Ein Baum kostet 180 Euro. Die 15 neuen Alleebäume werden allerdings auch ohne Patenschaftsübernahme gepflanzt; die Aktion entlastet aber auf jeden Fall die Gemeindekasse. Rund 2700 Euro sind für diese Investition veranschlagt.

Bevor die Bäume – voraussichtlich im Oktober – gepflanzt werden, müssen aber die Brückenbauarbeiten abgeschlossen werden.

Für dieses Projekt ist die Gemeinde Ostercappeln nicht zuständig, sondern die Untere Naturschutzbehörde und die Gutsverwaltung Drost zu Vischering. Wie Micha Borgmeier erläutert, war die historische Gewölbebrücke abgängig. Diese wird nun wieder standsicher gemacht, sie dient allerdings künftig nur noch „optisch als Brücke“. Aus Kostengründen wird ein neuer Durchlass, der vom Bauwerk ein Stück weit entfernt ist, angelegt. Und schließlich wird der Caldenhofer Graben als neuer Bach, naturnah gestaltet, neu angelegt.