Jersey Giants als Empfangskomitee Venner Rassegeflügelschau 2017 mit 224 Ausstellungstieren


Venne. Wer am Wochenende die Ausstellungsräume der Venner Rassegeflügelschau 2017 in der Schützenhalle betrat, dem fielen sofort enorm große Hühner auf. In einer Voliere präsentierten sich drei Jersey Giants von Henrik Hanenberg.

Die Jersey Giants machen ihrem Namen alle Ehre. Das Gewicht des Hahns wird mit 5,5 Kilo, das der Henne mit 4,5 Kilo angeben und übertrumpft damit die Brahma Hühner, die es jeweils auf ein Pfund weniger bringen. Für gewöhnlich sind die gewohnten Legehennen deutlich kleiner. Der eine oder andere Besucher stellte sich die Frage: „Wie groß muss wohl der Kochtopf für so ein Riesentier sein?“

Vogelgrippe als Hindernis

Wilfried Görtemöller, der Vorsitzende des Nutz- und Rassegeflügelzuchtvereins Venne meinte bei der offiziellen Eröffnung der Schau am Samstag: „Bislang ist alles sehr gut gelaufen. Wir sind überrascht von der hohen Zahl, immerhin 224, der ausgestellten Tiere.“ Präsentiert wurden die unterschiedlichsten Rassen von Hühner, Enten, Gänsen und Tauben. Das Problem für die Züchter hatte Anfang des Jahres darin gelegen, dass wegen der der Vogelgrippe für das Geflügel Stallpflicht bestanden hatte. So konnten die Tiere erste im Mai ins Freie und waren für die Schau noch nicht vollständig entwickelt.

Lärmende Enten

Beim Rundgang verriet Görtemöller, wer in der Ausstellung für den meisten Lärm sorgt. Wider Erwarten sind das nämlich nicht die Hähne, sondern bestimmte Enten. „Die machen richtig Krach und stecken alle anderen an“, hieß es. Der Vereinvorsitzende meinte: „Die Enten gefallen mir schon, aber das möchte ich meinen Nachbarn nicht antun.“ So bleibt Görtemöller bei Hühnern – genau genommen bei Zwerg-Australorps und Zwerg-Vorwerkhühnern, und bei Thüringer Schildtauben.

Lange Geschichte

Der Venner Ortsbürgermeister Erik Ballmeyer betonte bei seinem Besuch: „Ich übernehme gern die Schirmherrschaft für die Geflügelschau. Jahr für Jahr sind viele sehenswerte Exemplare zu bewundern.“ Er erinnerte in seinem Grußwort daran, dass schon Karl der Große per Gesetz die Geflügelzucht bei den Bauern verbreitet habe. Besuchern und Teilnehmern der Ausstellung wünschte Ballmeyer viel Freude bei der Unterhaltung: „Stoff gibt es schließlich genug.“

„Ausdauer wird irgendwann den Erfolg bringen“, betonte Günter Lippold, vom Kreisverband der Rassegeflügelzüchter Osnabrück, bevor er sich zusammen mit Görtemöller an die Vergabe der wichtigsten Preise und Auszeichnungen begab. Schmunzeln teilte Lippold mit, dass er zwar einige der Ehrenbänder mitgebracht habe, einige aber fehlten, weil die Stickerei nicht fertig geworden sei.

Auszeichnungen

Vereinsmeister darf sich in diesem Jahr Stefan Niederwestberg nennen – mit den sechs besten Tieren eines Züchters. Dabei handelt es sich um Prachener-Kanik-Tauben. Der Wanderpokal des Vereins geht an Mario Beier.

In der Jugendschau wurden Maik Baumann, Nico Baumann, Mira Waldorf und Marion Waldorf ausgezeichnet

Bänder des BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter)

gingen an Mario Beyer (Zwergenten), Wilfreid Görtemöller (Zwerg-Australorps) und Alfred Görlich (Gimpeltauben, Kupfergimpel). Über Landesverbandsprämoenkönnen sich Stefan Niederwestberg (Prachener Kanik) und Albert Rosemann (Zwerg Araucana), über Kreisverbandsehrenpreise Mario Beier (Sachsenenten) und Wilfried Görtemöller (Thüringer Schildtauben) freuen.

Ersatz gefunden

Stress hatten die Venner Geflügelzüchter unmittelbar vor der Ausstellung. Einer der Preisrichter hatte abgesagt, kurzfristig musste passender Ersatz beschafft werden. Schließlich bedürfen die Preisrichter der Zulassung für die jeweiligen Rassen. Und ein zusätzliches Handicap ist die Tatsache, dass Tiere mit der Höchstbewertung vorzüglich (v) von einem zweiten Preisrichter gegengezeichnet werden muss – und der muss ebenfalls die Zulassung für das Richten der jeweiligen Rasse haben. Preisrichter in Venne waren Norbert Niemeyer, Norbert Niedernostheide und Marc de Groot, der eingesprungen war.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN