Neue Bestattungsmöglichkeit Zum Himmelsblick in Ostercappeln gehört ein Bibelzitat

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Ortstermin: Der Blick vom „Himmelsblick“ auf dem Ostercappelner Friedhof geht in Richtung Hitzhausen. Im Bild (von links): Bettina Lorenz-Holthusen, Joachim Meyer-Rehberg, Sven Michel (Gartengestaltung Beckers) sowie Karin Röckendorf, Gudrun Osthaar-Ebker und Bettina Dittmer (alle vom Kirchenvorstand). Foto: Karin KemperOrtstermin: Der Blick vom „Himmelsblick“ auf dem Ostercappelner Friedhof geht in Richtung Hitzhausen. Im Bild (von links): Bettina Lorenz-Holthusen, Joachim Meyer-Rehberg, Sven Michel (Gartengestaltung Beckers) sowie Karin Röckendorf, Gudrun Osthaar-Ebker und Bettina Dittmer (alle vom Kirchenvorstand). Foto: Karin Kemper

Ostercappeln. „Da gibt es was mit Himmel“, so werde sie häufiger angesprochen, sagte Pastorin Bettina Lorenz-Holthusen bei einem Ortstermin auf dem Ostercappelner Friedhof. Genau dort befindet sich die Grabanlage „Himmelsblick“, die neue Bestattungsmöglichkeiten bietet.

Einigkeit herrscht unter Verantwortlichen und Mitgliedern der evangelisch-lutherischen Paulus-Kirchengemeinde, dass der Name gut gewählt ist. Und der Blick vom „Himmelblick geht in Richtung Südosten auf Hitzhausen und das Wiehengebirge zu. Und auch an die Besucher der Grabstelle ist gedacht. In unmittelbarer Nähe zu der Fläche, die platz für 21 Urnen und zwei Erdbestattungen bietet, befindet sich eine Bank. Wesentlichen Anteil an der Finanzierung hat mit 1000 Euro die Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege (NWD). Bei der Besichtigung der fertiggestellten Anlage meinte Geschäftsführer Joachim Meyer-Rehberg: „Das ist genau ausgerechnet.“

Philipper 3, Vers 20

Im Zentrum der Fläche befindet sich ein Apfelbaum. Das ist ebenso symbolisch wie der Findling, der ein Bibelzitat trägt, in dem der Begriff Himmel vorkommt. Bettina Dittmer, Vorsitzende des Kirchenvorstands der Paulus-Gemeinde, meinte: „Wir wollten eine Brücke vom Namen her schlagen, aber keinen 08-15-Spruch verwendet.“ Daraus wurde: „Unser Bürgerrecht ist im Himmel“. Um erst gar keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass sich diese Worte tatsächlich in der Bibel finden lassen, wird der Verweis auf den Philipperbrief 3, Vers 20, gleich mitgeliefert. Sozusagen zum Nachlesen. Denn bekannt dürfte die Passage wohl den wenigsten sein. Schließlich mussten selbst die Experten geraume Zeit suchen, bis sie den passenden Spruch gefunden hatten. Schon im Vorfeld hatte der Kirchenvorstand beschlossen, sich lieber für einen Bibelvers mit Aussage (und einen Findling) statt für das gewohnte christliche Kreuz zu entscheiden.

Dauergrabpflege garantiert

Dass es jetzt in Ostercappeln die Möglichkeit gibt, einen Vorsorgevertrag über Dauergrabpflege für 20 (Urnengrabstelle) oder 30 Jahre (Pflege einer Sarggrabstelle) bei der NWD abzuschließen, hat sich im Ort herumgesprochen. Lorenz-Holthusen sagt: „Die erste Stelle ist längst verkauft.“ Die NWD verwaltet die eingezahlten Gelder, kontrolliert, dass die Grabpflege ordnungsgemäß erfolgt, und garantiert, dass keine Nachforderungen erfolgen. Geschäftsführer Meyer-Rehberg: „Die Kirchengemeinde stellt die Fläche zur Verfügung, und die Treuhand gestaltet sie. Dabei bestimmt der Friedhofsträger, was wo zu erfolgen hat.“

Nicht anonym

Die Grabstätte „Himmelsblick“ ähnelt einem kleinen Garten – ohne Grabeinfassung, aber mit Grabmalen und den Lebensdaten. Meyer-Rehberg: „Es gibt auf Flächen, die wir begleiten, keine anonyme Bestattung.“ Dafür, dass die Grabpflege zuverlässig erfolgt, wird ein Dauergrabpflegevertrag mit dem örtlichen Unternehmen Christian Beckers Gartengestaltung abgeschlossen.


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