Aufruf gestartet Lebensräume ohne Barrieren im Wittlager Land

Ein gutes Beispiel, um Barrieren abzubauen: Ein taktiles Leitsystem erleichtert Menschen mit einer Sehbehinderung die Orientierung. Foto: ILE-Regionalmanagement Wittlager LandEin gutes Beispiel, um Barrieren abzubauen: Ein taktiles Leitsystem erleichtert Menschen mit einer Sehbehinderung die Orientierung. Foto: ILE-Regionalmanagement Wittlager Land

pm/as Bad Essen. Das Ziel ist klar formuliert: Nach und nach Barrieren im Wittlager Land abzubauen – allerdings stets in Abhängigkeit von den jeweils gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen und baulichen Möglichkeiten.

Das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben in Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln ist vielfältig und sorgt für Attraktivität und Lebensqualität.

Damit das auf Dauer so bleibt, muss sichergestellt werden, dass alle Bürgerinnen und Bürger auch daran teilhaben können, ungeachtet ihres Alters oder körperlicher Beeinträchtigungen. Die Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln haben deshalb das Projekt „Barrieren abbauen“ initiiert – und rufen dazu auf, sich aktiv zu beteiligen.

Bürgerhinweise wichtig

„Im ersten Schritt sammeln wir Beispiele aus der Region: Stolperecken, also zum Beispiel nicht abgesenkte Bordsteine, fehlende taktile Leitsysteme, Stufen vor (öffentlichen) Gebäuden oder fehlende Rampen. Es geht aber auch um positive Beispiele, die es wert sind, nachzumachen“, erklärt Hilke Wiest. Sie koordiniert als Regionalmanagerin der ILE-Region das Gemeinschaftsprojekt und freut sich auf Hinweise aus der Bevölkerung: „Die Einwohnerinnen und Einwohner vor Ort sind die Experten vor der Haustür. Ihr Engagement macht letztendlich den Unterschied!“ „ILE“ steht für Integrierte Ländliche Entwicklung.

Auf der Website des Regionalmanagements www.wittlagerland.eu/barrieren-abbauen sind inzwischen schon einige Stolperecken benannt. Das Ziel der Gemeinden ist es, daraus einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, sodass zum Beispiel bei routinemäßigen Straßenarbeiten Barrieren beseitigt oder aber langfristig Mittel im Haushalt bereitgestellt werden. Ein eigenes Budget für den Abbau der Barrieren gibt es nicht.

Wichtig ist Hilke Wiest gleichzeitig, über das Projekt auch die Gemeinschaft im Wittlager Land weiter zu stärken: „Wir wollen für das Thema sensibilisieren, darüber ins Gespräch kommen und auch Barrieren in den Köpfen abbauen. Das Thema geht uns schließlich alle an! Familien mit Kinderwagen, Personen im Rollstuhl, Menschen mit vorübergehenden oder chronischen Verletzungen genauso wie Senioren.“

Viele weitere Informationen rund um das Projekt „Barrieren abbauen“ sowie eine Übersicht bereits gemeldeter „Stolperecken“ und positiver barrierefreier Bereiche im Wittlager Land gibt es online unter www.wittlagerland.eu/barrieren-abbauen.

Zusätzliche Tipps und Hinweise in Sachen Barrieren nimmt Regionalmanagerin Hilke Wiest unter Tel. 05473/9202-48 oder per Mail ilek@wittlager-land.eu entgegen.


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