Derzeit nur noch ein Stand Neue Impulse für den Wochenmarkt in Ostercappeln


Ostercappeln. Der Wochenmarkt auf dem Kirchplatz Ostercappeln soll wieder belebt werden. Derzeit ist nur noch ein Stand, nämlich der von Sonja Hellbaum aus Schwagstorf, mittwochs auf dem Markt präsent.

Entstanden ist der Markt vor mittlerweile 14 Jahren auf Initiative des damaligen Ortsratsmitgliedes Frank-Bruno Bleske sowie Mitgliedern des Verschönerungsvereins Ostercappeln. Dann fanden sich engagierte Personen zusammen, die die Suche nach Marktbeschickern unternahmen. Eine Gruppe Ehrenamtlicher kümmert sich seitdem um den Markt. Sie helfen beim Aufbauen und Rangieren der Marktanhänger und sorgen unter anderem für die Stromversorgung.

Es gibt Handlungsbedarf

Leider ist die Zahl der Marktbeschicker seit den Anfangstagen 2003 zurückgegangen. Der Biolandhof Hellbaum ist als einziger übrig geblieben und hält dem Wochenmarkt die Treue. Es gibt also Handlungsbedarf.

Die Werbegemeinschaft Ostercappelner Kaufleute (WOK) und die Standortinitiative Ostercappelner Kaufhaus haben sich mit der Thematik auseinandergesetzt und sich für eine Belebung des Wochenmarktes ausgesprochen. Beide sehen in dem Wochenmarkt keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zu den Angeboten ihrer Mitglieder. Auch die Kommunalpolitik unterstützt den Plan, den Markt zu stärken. „Der Ortsrat Ostercappeln würde eine Belebung des Wochenmarktes ausdrücklich begrüßen“, so der Beschluss auf der jüngsten Sitzung.

Befragung „Vitale Innenstädte“

Ostercappeln hatte wie berichtet ebenso wie die Nachbargemeinde Bad Essen an der Befragung „Vitale Innenstädte“ teilgenommen. Die Studie hat das Institut für Handelsforschung Köln (IfH) durchgeführt. Wie bewerten die Kunden den Einkaufsstandort Ostercappeln“ Um diese Frage ging es.

Gute Bewertungen gab es für die Erreichbarkeit und das Parkplatzangebot in Ostercappeln. Ein Kritikpunkt in Ostercappeln waren die (uneinheitlichen) Öffnungszeiten im Ort. Die Kunden besuchen in der Regel nur ein bis maximal zwei Geschäfte pro Aufenthalt. Die Verweildauer liegt unter zwei Stunden. „Eine bedarfsgerechte Erweiterung des Wochenmarktes könnte ein Mosaikstein sein, um die Frequenz und die Aufenthaltsdauer im Ortskern zu erhöhen“, so die Gemeinde. Einen Wochenmarkt mit breit gefächertem Angebot hatten sich viele der Befragten gewünscht.

Wird der Markt auch angenommen?

Würden die Kunden einen solchen Markt aber dann tatsächlich auch annehmen? Würden wirklich viele Ostercappelner den Wochenmarkt für einen Einkauf nutzen? Diese Fragen sind offen. Einig sind sich Gewerbetreibende, Kommune und Ortsratsmitglieder, dass ein neuer Versuch der Wiederbelebung des Marktes unternommen werden sollte. „Es wird aber nicht einfach sein“, so Fachdienstleiter Michael Borgmeier. Man sollte das Vorhaben daher ergebnisoffen angehen. Denn: Zunächst müssen die Ostercappelner natürlich potenzielle Marktbeschicker finden, ansprechen und zum Mitmachen bewegen. Örtliche Geschäfte kommen dabei ebenso infrage wie überörtliche.

Bislang immer mittwochs

Bislang findet der Wochenmarkt jeweils mittwochs ab 14 Uhr auf dem Kirchplatz statt. Ist das der ideale Termin? Auch darüber muss mit möglichen Standbetreibern gesprochen werden. Denkbar wäre es auch, einen anderen Wochentag zu nehmen – wenn das günstiger für die Terminplanung der Marktbeschicker ist, die ja zum Teil auch auf anderem Märkte in Stadt und Landkreis präsent sind.


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