Robert Meyer stellt aus Licht und Schatten in Mädchenschule Ostercappeln

„Im Schwimmbad“, so heißt dieses Werk von Robert Meyer. Repro: Christa Bechtel„Im Schwimmbad“, so heißt dieses Werk von Robert Meyer. Repro: Christa Bechtel

Ostercappeln. „Mensch Meyer“ ist die neue Ausstellung des Kulturrings Ostercappeln (Kurios) übertitelt. Dieses Motto gilt Robert Meyer aus Georgsmarienhütte, der ab Freitag, 21. April einige Gemälde und Zeichnungen in der Alten Mädchenschule am Kirchplatz ausstellen wird.

Zur Vernissage, die um 19 Uhr beginnt, wird Michael Möllenkamp aus Georgsmarienhütte, der ein langjähriger Freund von Robert Meyer ist und ihm auch häufig Modell sitzt, die Einführung in die Ausstellung übernehmen. Die musikalische Begleitung übernimmt die „Farm House Blues Band“ mit Toni Schreiber, Bio-Bauer aus Belm am E-Piano und Mike Titré, Gitarrist der „Blues Company“.

Rotkäppchen neu interpretiert

Rotkäppchen einmal neu interpretiert: Mit roter Bommelmütze sitzt es da „Auf dem Weg zur Großmutter“, vor einer Kulisse mit Tannenbäumen, den Wein schon geöffnet und einen großen Hund kraulend, anstatt sich vor dem bösen Wolf zu fürchten….

Im Mittelpunkt der Arbeiten von Robert Meyer steht der Mensch. In seiner Mal- und Zeichentechnik geht er altmeisterlich zu Werke. Er überzeichnet seine Modelle und setzt sie, gut ausgeleuchtet, wie auf einer Bühne, in Szene. Seine Motive erscheinen dem Betrachter in realistisch dargestellten, mitunter skurrilen und mehrdeutigen Bildgeschichten oft in einer Weise, als würde der Künstler während seiner Arbeit das Leben auf der Leinwand mit einem hintersinnigen Lächeln füllen. Vordergründig betrachtet wirken die Bilder aber lustig und witzig.

Auf den zweiten Blick

Erst auf den zweiten Blick merkt der Betrachter jedoch, dass diese Menschen wie erstarrt auf etwas Geheimnisvolles, Rätselhaftes zu warten scheinen. Gerade diese Doppelbödigkeit und hintergründige Rätselhaftigkeit macht es spannend, sich mit den Bildern auseinander zu setzen.

Dabei bleibt Robert Meyer seiner Kunst stets treu, die niemals den Versuch unternimmt, nach den Eskapaden des Zeitgeistes zu schielen. In einer ihm ganz eigenen, plastischen Bildsprache sowie dem unverwechselbaren Spiel von Perspektive, Licht und Schatten, wirken seine Arbeiten wie Darstellungen alter Meister, die von der hohen handwerklichen Meisterschaft des Künstlers zeugen. Arbeiten, die sowohl dem Auge als auch den Geist des Zuschauers viel Freude und Spaß bereiten.

Werkkreis der Arbeitswelt

Robert Meyer ist 1978 dem „Werkkreis der Arbeitswelt“ beigetreten. 1979 war er Gründungsmitglied der Gruppe „Osnabrücker Realisten“. Ebenso war er Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Melpomene“, die 1994 entstand. Bereits 1992 trat er dem „Kunstkreis Georgsmarienhütte“ bei. Seit Ende der 1970er Jahre hatte Robert Meyer zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Täglich von 15 bis 17 Uhr

Nach der Vernissage am 21. April kann die Ausstellung bis zum 11. Juni täglich von 15 bis 17 Uhr in der Alten Mädchenschule in Ostercappeln besucht werden.


0 Kommentare