Förderbescheide überreicht Geld für Wegebau und Dorfentwicklung in Ostercappeln

Übergabe der Zuwendungsbescheide in den Räumen des Amtes für regionale Landentwicklung i Oldenburg. Im Bild von links, die Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten und Gabriela König, der Landesbeauftragte Franz-Josef Sickelmann, Staatssekretätin Birgit Honé, Kreisrat Matthias Selle, Bürgermeister Rainer Ellermann und die Landtagsabgeordnete Filiz Polat. Foto: Amt für regionale LandesentwicklungÜbergabe der Zuwendungsbescheide in den Räumen des Amtes für regionale Landentwicklung i Oldenburg. Im Bild von links, die Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten und Gabriela König, der Landesbeauftragte Franz-Josef Sickelmann, Staatssekretätin Birgit Honé, Kreisrat Matthias Selle, Bürgermeister Rainer Ellermann und die Landtagsabgeordnete Filiz Polat. Foto: Amt für regionale Landesentwicklung

Ostercappeln/Oldenburg. Mehrere Kommunen, darunter die Gemeinde Ostercappeln, haben ihre Förderbescheide für Projekte des ländlichen Wegebaus und der Dorfentwicklung erhalten. Das Besondere: Die Vorhaben sind in den vergangenen Wochen bereits abgeschlossen worden.

Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung (ArL) und Landesbeauftragter Franz-Josef Sickelmann übergaben die Zuwendungsbescheide im Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg an die Gemeinden Dornum und Ostercappeln sowie an die Städte Nordenham, Osnabrück und Wilhelmshaven.

Fünf Kommunen profitieren

Das Land Niedersachsen hat die Finanzierungshilfen für fünf Kommunen aus dem Bezirk des Amtes in Höhe von insgesamt rund 950.000 Euro zur Verfügung gestellt. Hintergrund der Kofinanzierungszuweisungen ist, dass eine Förderung aus EU-Mitteln immer einen erheblichen Eigenanteil der Zuwendungsempfänger voraussetzt, der gerade von finanzschwachen Kommunen aufgrund ihrer Haushaltslage oft nicht erbracht werden kann. Die Kofinanzierungsmittel verringern hier den Eigenanteil der Antragsteller spürbar und ermöglichen so die Durchführung von entsprechenden Maßnahmen.

Fördertöpfe der Europäischen Union

Staatssekretärin Honé: „Das Geld kommt genau da an, wo es am dringendsten gebraucht wird. Dadurch ermöglichen wir es diesen Kommunen, auch von den Fördertöpfen der Europäischen Union partizipieren zu können und damit unterstützen wir gleichwertige Chancen für eine eigenständige und nachhaltige regionale Landesentwicklung.“ Diese Förderung werde von der Landesregierung in den kommenden Jahren mit jährlich bis zu acht Millionen Euro landesweit fortgesetzt, sodass strukturschwache Kommunen auch weiterhin hiervon profitieren könnten, teilte der Landesbeauftragte Franz-Josef Sickelmann mit.

Umgestaltung des Kirchplatzes

Welche Vorhaben in der Gemeinde Ostercappeln wurden gefördert? Die Sanierung von Teilabschnitte der Kienebruchstraße und der Diepenauer Straße in Schwagstorf sowie die barrierefreie Umgestaltung des Kirchplatzes Ostercappeln. Bürgermeister Rainer Ellermann stellte die Maßnahmen kurz vor. „Eine Teilstrecke der Kienebruchstraße mit einer Länge von 735 Metern ist nach den Richtlinien des Ländlichen Wegebaus ausgebaut worden“, so Ellermann. Gleiches gilt für die Diepenauer Straße. Hier ist der sanierte Abschnitt 650 Meter lang. Insbesondere die landwirtschaftlichen Betriebe, die die beiden Gemeindestraßen nutzen, profitieren von der Sanierung. Für beide Projekte zusammen hat Ostercappeln eine Fördersumme von knapp 100.000 Euro erhalten.

Treffpunkt aller Generationen

Der Kirchplatz Ostercappeln ist wie berichtet in Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde barrierefrei gestaltet worden. In den vergangenen Wochen sind mehrere Gehwege auf und rund um den Platz angelegt worden. Das Kopfsteinpflaster aus den 1980er-Jahren ist dort durch einen an einen Naturstein erinnernden Betonstein ersetzt worden. „Schon heute lässt sich die nun erfolgte Verbesserung deutlich sehen. Der Kirchplatz in Ostercappeln wird so in Zukunft ein Treffpunkt aller Generationen werden“, sagte Ellermann in Oldenburg. Die Kosten für die Umgestaltung lagen nach Ausschreibung bei rund 106.000 Euro. Die Fördersumme aus dem Dorfentwicklungsprogramm betrug knapp 78.000 Euro.


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