Motorsport nun mit Yamaha R 1 „Die Neue“ von Hafid Mertens aus Venne

Kraftvoll: Hafid Mertins in der Venner Natur mit seiner neuen Yamaha. Foto:Winfried BeckmannKraftvoll: Hafid Mertins in der Venner Natur mit seiner neuen Yamaha. Foto:Winfried Beckmann

Venne. Er nennt sie geradezu liebevoll „Mopped“. Dabei ist sie alles andere als ein leichtes Zweirad, eher ein kraftstrotzendes Muskelpaket von 162 Kilogramm Lebendgewicht, das es zu bewegen, zu steuern gilt für Hafid Mertins, Vennes schnellsten Motorsportler.

Und das mit dem zusätzlichen Reiz des Neuen, denn die Yamaha R 1, die Variante RN 32 für die Straße, steuert Mertins am Wochenende als Gast bei einem Meisterschaftsrennen für Dänemark, Belgien und Deutschland in Oschersleben zum ersten Mal.

Ausgerechnet in Oschersleben, wo dem Venner mit seiner bisherigen Yamaha eine italienische Dukati in die Quere kam beim Training im Regen. „Es wäre optimal, unter die Top 10 zu kommen“, sagt Mertins sichtlich gespannt auf das Renn-Debüt mit der neuen Yamaha seines Partner-Rennteams in Cuxhaven.

Positiv überrascht

„Ich bin positiv überrascht, was die neue Yamaha kann. Doch das Vertrauen kommt durch Fahren“, sagt Mertins entsprechend der Rennfahrer-Devise: Möglichst viele Kilometer sammeln, denn damit bekommt man das Gefühl für das Rad. Und damit für die berühmten zwei Zentimeter, die der wuchtig wirkende Hinterreifen an Haftung bei idealer Straßenlage und Tempo bekommt. Wobei das „Koloss“ – in den Augen des „Dompteurs“ aus der Kategorie „sehr leicht“ – ohne die für die Bodenhaftung geradezu lebenswichtige sogenannte Traktionskontrolle und entsprechende Elektronik „fast unfahrbar“ wäre, wie der Fahrer weiß. Ebenso um zwei Zentimeter geht es, die der Zeigefinger am Gaszug an Spielraum hat und bewegt, weshalb die Zweirad-Artisten betonen: „Das Motorrad ist nicht schuld, wenn es nicht läuft, sondern der Fahrer. Auf die Popo-Meter und das Handgelenk kommt es an.“

Wintertests im Süden Europas

Das wusste und weiß Mertins, wenn er das „Kennenlernen“ von 200 PS bei bis zu knapp 260 km/h übt, wobei das Fahrwerk nicht wesentlich anders ist als beim bisherigen Superbike. Erst danach wird klar, wohin die weitere Reise zwischen Saisonende und Wintertests im Süden Europas gehen wird. Und erst danach wird festgelegt, welche Serie angesagt ist in 2017 nach dem Übergangsjahr 2016 ohne die große Regelmäßigkeit in einer namhaften Serie.

Es bleibt ein Hobby

Denn auch hier wird, weil es Hobby ist und bleibt, neben dem Beruf von Jahr zu Jahr gedacht und entschieden, auch wenn der Reiz eigentlich keine Pause zulässt für den 31-Jährigen und sein bewährtes Team.


0 Kommentare