Vertrag unterzeichnet Der Ostercappelner Sonntagsbus kann weiter rollen

Vertragspartner: Im Bild von links, Torsten Gottlieb (Gottlieb Reisen), Holger Winkelmann (Winkelmann Reisen), Bürgermeister Rainer Ellermann, Stephan Rolfes, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück, Jörg Schneider (Weser-Ems-Busverkehr GmbH) und Frank Bühning, Betriebsleiter VLO-Bus. Foto: Rainer WestendorfVertragspartner: Im Bild von links, Torsten Gottlieb (Gottlieb Reisen), Holger Winkelmann (Winkelmann Reisen), Bürgermeister Rainer Ellermann, Stephan Rolfes, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück, Jörg Schneider (Weser-Ems-Busverkehr GmbH) und Frank Bühning, Betriebsleiter VLO-Bus. Foto: Rainer Westendorf

Ostercappeln. Der Vertrag zwischen der VLO (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück) und der Gemeinde Ostercappeln über die Förderung des ÖPNV in der Kommune ist unterzeichnet. Damit ist die Zukunft des Sonn- und Feiertagsbusverkehrs in den nächsten drei Jahren gesichert.

Torsten Gottlieb, Holger Winkelmann,Jörg Schneider, Weser-Ems-Busverkehr GmbH und Frank Bühning, Betriebsleiter VLO-Bus als Vertreter der Unternehmen der Verkehrsgemeinschaft NordOst haben das Dokument im VLO-Gebäude in Bohmte unterschrieben. Außerdem Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann und Stephan Rolfes, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück.

Fahrplanwechsel am 4. August

Die Busse fahren übrigens bereits mit Beginn des Fahrplanwechsels am 4. August. Um den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken war der Sonn- und Feiertagsbus vor vier Jahren in der Gemeinde gestartet. Komplett neu waren die Touren an den Sonntagen von Venne und Schwagstorf zum Krankenhaus Ostercappeln und weiter nach Osnabrück. Die Resonanz bei den Bürgern war allerdings nicht so gut wie erhofft. Der Sonntagsbus war ein Verlustgeschäft – auch für die Gemeinde. Jede Tour musste mit mehr als 17 Euro bezuschusst werden.

Bedarfsgerechte Anschlussregelung

Der Ostercappelner Rat hatte dann Ende des vergangenen Jahres den Vertrag mit der VLO über die Förderung des ÖPNV gekündigt worden. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass nach einer bedarfsgerechten Anschlussregelung gesucht und mit der VLO verhandelt werden soll. Das ist wie berichtet geschehen. Neue Fahrpläne sind erstellt worden. Start der ersten Fahrt nach Ostercappeln ist um 10.16 Uhr in Venne, nicht wie bislang in Kalkriese.

Standortpolitik pur

Die Vertragspartner sind zufrieden, dass nun eine Lösung gefunden wurde und der Sonntagsbus weiterrollen kann. „Das ist eine gute Chance für die Ostercappelner. Ihr seid mobil“, betonte Stephan Rolfes. „Busverkehr, das ist Standortpolitik pur“, so Rolfes weiter. In anderen Worten: Gute Busverbindungen erhöhen die Attraktivität einer Gemeinde. Sie sind auch ein Argument für die Wahl des Wohnortes.

Im Alltagswissen ankommen

„Die Botschaft muss aber auch im Alltagswissen ankommen“, sagte Rolfes. Damit das gelingt, ist eine Intensivierung des Marketings ebenfalls Bestandteil der Vereinbarung. Es soll also mehr für den Sonntagsbus geworben werden. Wobei Stephan Rolfes um Geduld war. ÖPNV-Dienstleistungen bräuchten eine längere Anlaufzeit. Drei Jahre seien normal, bis ein Angebot tatsächlich allgemein bekannt und im Bewusstsein verankert sei.

Im Zwei-Stunden-Takt

Der Sonn- und Feiertagsbus verbindet die Ortschaften der Gemeinde und fährt im Zwei-Stunden-Takt. Wer mag, kann also am Sonntag, 11. September, problemlos mit dem Bus zur Kirmes nach Ostercappeln fahren. Es ist möglich, die Haltestelle Krankenhaus Ostercappeln aus Venne, Schwagstorf und auch aus der Gemeinde Bad Essen ohne Umsteigen in Leckermühle zu erreichen. Zusätzlich besteht in Ostercappeln an der Haltestelle Krankenhaus ein Anschluss an die Linie X276 in Richtung Osnabrück und Bad Essen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN