Öffentlichkeitsbeteiligung Neue Wohnbaufläche im Venner Erlengrund

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Bis die ersten Häuser im Erlengrund errichtet werden können, dauert es noch einige Zeit. Das Bauleitverfahren läuft aber nun. Foto: dpaBis die ersten Häuser im Erlengrund errichtet werden können, dauert es noch einige Zeit. Das Bauleitverfahren läuft aber nun. Foto: dpa

Venne. Die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebietes in Venne rückt näher. Der Ortsrat hat grünes Licht für frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung des Entwurfs des Bebauungsplans Nr. 58 gegeben. Zudem heißt der Bereich nun auch offiziell „Erlengrund“. Die bisherige Bezeichnung „Venne-Ost II“ entfällt.

Was bedeutet der Beschluss? Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung haben die Einwohnerinnen und Einwohner und die Träger öffentlicher Belange bereits zum jetzigen Planungsstadium die Möglichkeit, sich zu den Vorentwurfsplanungen zu äußern. Darüber hinaus sind die Träger öffentlicher Belange aufgefordert, Wertelemente von besonderer Bedeutung – zum Beispiel Schutzgebiete, Angaben zu streng oder besonders geschützten Arten und Bodendenkmale – für die weitere Bearbeitung zu nennen und gegebenenfalls vorhandenes Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen.

Platz für rund 30 Häuser

Die künftige Wohnbaufläche liegt nordöstlich des Friedhofs. Das Areal schließt an die vorhandene Bebauung nördlich der Bgm.-Bergmann-Straße an. Rund 30 Häuser können hier errichtet werden. Bei bei den Vorplanungen hatte sich ergeben, dass der im angrenzenden Bebauungsplan „Hedlage“ ausgewiesene Kinderspielplatz „In der Knuwische“ überplant werden kann. Zum einen stellt sich dieser Bereich derzeit ohnehin lediglich als Grünfläche dar, zum anderen sind in unmittelbarer Umgebung ausreichend Kinderspielplätze vorhanden. Hierbei handelt es sich um die Spielplätze „Im Ströken“ und „Bgm.-Bergmann-Straße“. Der Waldkinderspielplatz „In der Strothe“ wird im B-Plan „Erlengrund“ ebenfalls erneut ausgewiesen.

„Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, den ursprünglichen Geltungsbereich des B-Planes Nr. 58 in nordwestlicher Richtung um die Fläche des seinerzeit ausgewiesenen Kinderspielplatzes zu erweitern und als Wohnbaufläche darzustellen“, so die Verwaltung.

Der Ostercappelner Gemeinderat hatte bereits im Sommer 2015 dem Abschluss eines städtebaulichen Vertrags mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) zugestimmt. Die NLG wird sich um die Entwicklung der geplanten Wohnbauflächen kümmern. Das heißt, sie wird Bauleitverfahren, Erschließung und Vermarktung der Grundstücke übernehmen.

Weiter mit den Planungen

Bis das umgesetzt werden kann, dauert es allerdings noch.

„Immerhin, jetzt kann es erst einmal weiter gehen mit den Planungen“, merkte Ortsbürgermeisterin Edeltraut Altemöller-Menke an. Sie zeigte sich zudem sehr erfreut, dass die Bezeichnung „Venne-Ost II“ durch Erlengrund ersetzt wird. Diesen Namen hatte der Ortsrat Venne dem Neubaugebiet schon in seiner Novembersitzung gegeben.

Ein wichtiges Anliegen

Die Ausweisung von Wohnbauflächen ist eines der zentralen Anliegen der Kommunalpolitik in der Gemeinde Ostercappeln. In Venne wurde lange nach einem potenziellen Flächen gesucht. „Das ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der Ortschaft, so Ortsratsmitglied Kay Krommes. Das künftige Wohnbaugebiet soll übrigens auch an die Nahwärmeversorgung angeschlossen werden. „Das ist ein dickes Plus für Venne“, betonte Krommes.

Für die bestehende Spielplatzsituation sie die Überplanung der bisherigen Fläche in der Knuwische absolut sonnvoll, so Erik Ballmeyer. „Für diese Fläche gab es bisher keinen Bedarf und daran ändert sich auch mit dem Neubaugebiet Erlengrund nichts. Die bereits bestehenden Spielplätze sind ausreichend, insbesondere wenn der Waldspielplatz wieder hergerichtet wird“.

Eine Problematik im Baugebiet könnte das Wasser darstellen. Die Entwässerung müsse deshalb sorgfältig geplant und umgesetzt werden, merkte Ballmeyer an.

Das Gebiet solle vorrangig junge Familien ansprechen. Das funktioniere. „Es ist gut zu hören, dass es schon jetzt eine rege Nachfrage nach den Grundstücken gibt.“


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