Mittel aus Sparkassen-Lotterie Fast 10000 Euro für Wittlager Schulen

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Thomas Ruppel und Matthias Heinrich mit dem Scheck. Außerdem im Bild die Vertreter der Wittlager Schulen sowie Lambert Hanke und Andreas Hoffmeier von der Sparkasse. Foto: Rainer WestendorfThomas Ruppel und Matthias Heinrich mit dem Scheck. Außerdem im Bild die Vertreter der Wittlager Schulen sowie Lambert Hanke und Andreas Hoffmeier von der Sparkasse. Foto: Rainer Westendorf

Schwagstorf. Mit einer Summe von 9770 Euro unterstützt die Sparkasse Osnabrück in diesem Jahr insgesamt zwölf Schulen im Altkreis Wittlage. Der Betrag stammt aus Mitteln der Lotterie „Sparen und Gewinnen“.

„So viele Schulen waren noch nie dabei“, sagte Thomas Ruppel, Leiter der Marktdirektion Wittlage bei der Sparkasse. Das Geld wird nämlich nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt, sondern um in den Genuss einer finanziellen Förderung zu kommen, müssen die Schulen einen Antrag stellen. Ein Projekt, das unterstützt werden soll, ist also vonnöten. Der Pädagogische Beirat der Sparkasse entscheidet, was förderungswürdig ist.

Gestaffelte Zuwendung

Die Höhe der Zuwendung variiert. Das Geld wird gestaffelt nach Schulformen vergeben. Die Summe von fast 10000 Euro ist höher als in den vergangenen Jahren. „Das ist schon eine Hausnummer“, merkte Ruppel an. Insgesamt stellt die Sparkasse in Stadt und Landkreis rund 70000 Euro aus dem Prämiensparen-Zweckertrag zur Verfügung.

Die Übergabe des symbolischen Schecks an die Vertreter der Wittlager Schulen fand in der Grundschule zur Schnippenburg in Schwagstorf statt. Schulleiter Matthias Heinrich, der auch kommissarischer Leiter der Grundschule am Wiehengebirge in Ostercappeln ist, nutzte die Gelegenheit, um das Projekt vorzustellen. Diese Vorhaben werden an beiden Grundschulen umgesetzt. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, so der Titel. Dabei handelt es sich um eine europaweite Initiative.

Stelle für Bundeskoordination

Die Geschäftsstelle der Bundeskoordination hat ihren Sitz in Berlin. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Netzwerk, das sich einem Ziel verschrieben hat, nämlich eine Kultur der gegenseitigen Achtung, der Toleranz und des Respektes zu schaffen. Und zwar auch im Schulalltag.

Es geht bei „Schule ohne Rassismus “ nicht nur um „klassischen“ Rassismus. Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe und Herkunft oder einer Behinderung wird abgelehnt und verurteilt.

Parteipolitisch unabhängig

„Die Initiative ist parteipolitisch unabhängig“, erläuterte Heinrich. Zum Konzept gehören auch verschiedene Kooperationspartner, Förderer und mehr als 1200 Paten. Was konkret bedeutet die Beteiligung an der Aktion für die Schulen in Schwagstorf und Ostercappeln?

Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in den Schulen lernen und arbeiten – also auch die Schulkinder selbst – müssen eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, dass sie sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung wenden.

Nachhaltiges Engagement

Dieses Engagement soll in Form von langfristigen und nachhaltigen Projekten und Aktivitäten umgesetzt werden. „Jedes Jahr muss mindestens ein Projekt beziehungsweise ein Projekttag realisiert werden“, so der Schulleiter. In Deutschland wurde 1995 die erste „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet. Rund 1800 Schulen, die von über einer Million Schülern besucht werden, gehören dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bundesweit inzwischen an.


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