Visite auf dem Hof Aumund Minister: Mehr Wertschätzung für bäuerliche Betriebe

Von Andreas Schnabel

Der Landwirtschaftsminister (links) mit Henning Aumund und dessen Familie. Foto: Andreas SchnabelDer Landwirtschaftsminister (links) mit Henning Aumund und dessen Familie. Foto: Andreas Schnabel

Schwagstorf. Es komme darauf an, kleine und mittlere bäuerliche Betriebe zu stärken und das „weniger an Geld, was zu verteilen ist, gezielt in bäuerliche Strukturen zu geben“, betonte Niedersachsens Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer (Grüne), am Freitag bei einem Besuch auf dem Hof Aumund in Ostercappeln-Schwagstorf.

Es gehe um eine Wende hin zu mehr Nachhaltigkeit, mehr Regionalität und auch zu mehr Tierschutz. „Denn genau das wollen die Verbraucher.“ Dafür wolle er Fördermittel umschichten, den Neubau von großen Mastställen erschweren und den Biolandbau ankurbeln, sagte Meyer. Er wolle Anreize schaffen für die Umstellung von konventioneller Landwirtschaft auf Bio-Bewirtschaftung. Und: „Bio mit Regionalität verbinden, das bringt den ländlichen Raum voran. Nicht immer neue und größere Ställe. Stattdessen plädiere ich dafür: mehr Wertschätzung und mehr Wertschöpfung in die ländlichen Räume.“ Die jüngst veröffentlichten Zahlen über den Antibiotikaverbrauch in den Hochburgen industrieller Landwirtschaft sollten Anlass zur Umkehr sein, so Meyer.

Henning Aumund, der 75 Milchkühe hält und rund 120 Hektar bewirtschaftet, ist aktuell dabei, seinen bäuerlichen Familienbetrieb auf ökologischen Landbau (Bioland-Richtlinien) umzustellen. Aumund betonte in der Diskussion, der Grund für die Umstellung sei, „dass ich dieses ständige Wachsen oder Weichen, diesen Gigantismus von immer mehr nicht mehr mitmachen will. Es geht darum, Lebensmittel da zu produzieren, wo sie verzehrt werden.“


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