Gedenkfeier am 27. Januar Ostercappeln erinnert an Holocaust

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2008 verlegte der Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine, die an jüdische Familien in Ostercappeln erinnern. Archivfoto: Rainer Westendorf2008 verlegte der Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine, die an jüdische Familien in Ostercappeln erinnern. Archivfoto: Rainer Westendorf

Ostercappeln. 1996 wurde in Deutschland auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog der 27. Januar, der Tag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz, zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Ende 2005 hat die UN-Vollversammlung diesen Tag auch weltweit zum Holocaust-Gedenktag bestimmt. Die Initiative „Starkes Dorf Ostercappeln“ begeht den Tag mit einer Gedenkfeier.

Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 27. Januar, um 12 Uhr am katholischen Pfarrheim vor dem „Stolperstein“ für Pater Franz Riepe, dem in Schwagstorf geborenen Steyler Missionar, der 1942 unter der Folter im KZ Dachau verstarb.

Nach dem Angelus-Läuten und einem Lied wird Bürgermeister Rainer Ellermann zum Thema sprechen. Anschließend begeben sich die Teilnehmer zur Stele am Markt, dem Gedenkort für in Ostercappeln geborene Juden, die Opfer des NS-Holocaust wurden. Vor der Erinnerungstafel an das jüdische Ehepaar Helene und Josef Meyer in der Windthorststraße wird die Feier mit einem Lied ausklingen.

Die Gedenkfeier soll Vergangenheit und aktuelle Politik zueinander in Bezug setzen und zur Wachsamkeit gegenüber denjenigen aufrufen, die das Ringen der politischen Entscheidungsträger um Lösungen in der Flüchtlingsnot und der Europakrise für ihre Belange missbrauchen.

An diesem Abend findet kein Friedensgebet statt. Das nächste Friedensgebet wird am Mittwoch, 3. Februar, um 18.30 Uhr in der Kapelle des Krankenhauses St. Raphael begangen.


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