Windthorst-Jubiläum 2016 Ostercappelner gedenken ihres berühmtesten Sohnes


Ostercappeln. Vor 125 Jahren – 14. März 1891 – starb der Zentrumspolitiker Ludwig Windthorst. In Ostercappeln begann das Windthorst-Jubiläumsjahr mit einem Festgottesdienst in St. Lambertus. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode gestaltete die Feier. Eine Veranstaltung mit besonderem Datum, denn Ludwig Windthorst hat an diesem Tag zugleich 204. Geburtstag. Er wurde am 17. Januar 1812 auf Gut Caldenhof in Ostercappeln-Hitzhausen geboren.

Franz-Josef Bode hat gerade zu Jahresbeginn jede Menge zu tun. „Um so mehr freuen wir uns, dass der Bischof kommt“, sagte Pater Jose. „Wie hätte ich heute nicht nach Ostercappeln kommen können“, entgegnete Bischof Bode. „Erstes, weil es in

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Wer war Ludwig Windthorst?

Ludwig Windthorst wurde am 17. Januar 1812 auf Gut Caldenhof geboren. Sein Vater Dr. Joseph Windthorst verwaltete nebenamtlich das Gut, das zum Besitz des Grafen Droste zu Vischering zählt. Windthorst, der klein und von zarter Statur war, besuchte von 1820 bis 1822 die Mädchenschule in Ostercappeln und wechselte 1823 zum Gymnasium Carolinum nach Osnabrück, wo er 1830 das Abitur ablegte. Windthorst studierte in Göttingen und Heidelberg Rechtswissenschaften und war als Rechtsanwalt in Osnabrück tätig. Später bekleidete er das Amt des Justizministers im Königreich Hannover und führte wegweisende Reformen im Justizwesen ein. Nach der Annexion Hannovers durch Preußen wurde er entlassen. Von 1867 an saß er als Abgeordneter für den Wahlkreis Meppen-Aschendorf-Hümmling-Bentheim-Lingen im Reichstag des Norddeutschen Bundes und ab 1871 im Deutschen Reichstag, wo er als prägende Kraft der katholischen Zentrumspartei zum wichtigsten Gegenspieler Bismarcks wurde. Windthorst starb 1891 in Berlin.

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