Goldhochzeit am Hiesepatt Ein volles Haus bei den Bergmanns in Venne

Von Karin Kemper

Viele Gratulanten empfingen Gisela und Herbert Bergmann in Venne am Tag ihrer goldenen Hochzeit – darunter Bürgermeister Rainer Ellermann, Ortsbürgermeisterin Edeltraut Altemöller-Menke, Pastor Bodo Böhnke sowie Vertreter von Feuerwehr und Vereinen. Foto: Karin KemperViele Gratulanten empfingen Gisela und Herbert Bergmann in Venne am Tag ihrer goldenen Hochzeit – darunter Bürgermeister Rainer Ellermann, Ortsbürgermeisterin Edeltraut Altemöller-Menke, Pastor Bodo Böhnke sowie Vertreter von Feuerwehr und Vereinen. Foto: Karin Kemper

Venne. Im Haus am Hiesepatt in Venne herrscht am Freitagvormittag Hochbetrieb. Herbert und Gisela Bergmann, geborene Meyerholz, feiern Goldhochzeit. „Nein, an ihrem Hochzeitstag vor 50 Jahren hat es weder gewittert noch geregnet“, sagt die Goldbraut.

Das ist im Jahr 2015 anders. Entsprechend meint Bürgermeister Rainer Ellermann vor der Übergabe der Urkunden von Land, Landkreis und Gemeinde: „Gut, dass die Sachen in Folie eingepackt sind.“ Er fügte schmunzelnd hinzu: „Wenn Familie, Nachbarn und Vereine zusammenkommen, hat das eine besonderen Anlass.“ Es spricht nämlich dafür, dass Herbert und Gisela Bergmann aktive Menschen sind, die sich in der Gemeinde überall beteiligen – und entsprechend geschätzt sind.

18265 gemeinsame Tage

Heiterkeit in der Runde löste der Hinweis aus, dass 50 Jahre Ehe 18265 gemeinsame Tage bedeuten. Die Eheleute Bergmann waren vor 50 Jahren in der Venner Walburgis-Kirche vor den Traualtar getreten. Herbert Bergmann stammt aus dem nahen Schwagstorf, wo er vier Jahre zur Schule ging. Danach zog die Mutter mit ihren beiden Söhnen nach Venne in einen Tölkhausschen Kotten. Gisela Bergmann ist ein echtes Venner Mädchen. Genau wie ihr späterer Mann verlor sie ihren Vater im Krieg. Beide Mütter wagten den Bau eines Hauses im ersten Venner Baugebiet auf der Hiese. Gisela und Herbert wurden zu Nachbarskindern, die im selben Jahrgang von Pastor Teuteberg konfirmiert wurden.

Heute undenkbar

Nach der Schulzeit absolvierte Herbert eine Lehre beim Bauunternehmen Schomaker. „Und als ich die Lehre fertig hatte, da sagte mir der Chef: Nun kümmere dich man erst um euren Neubau zu Hause. So etwas wäre heute nicht mehr denkbar“, erinnert sich der Jubilar. Seit 1961 bis zum Erreichen des Rentenalters war er dann Mitarbeiter in der Firma Schärf in Osnabrück.

Sein großes Hobby war das Fußballspielen im TSV Venne. Und der Jubilar lässt es sich nicht nehmen, mit ehemaligen „Kumpels“ sein Team anzufeuern, wenn im Mühlenbachstadion die Rot-Weißen spielen. Und sozusagen schon als Mitgift bekam Gisela Herberts Mitgliedschaft im Männerchor zur Hochzeit. Bereits seit 51 Jahren ist Herbert nämlich aktiver Sänger, und zudem kümmert er als 1. Kassierer seit 43 Jahren um die Finanzen des Vereins. Gisela war nach der Schulentlassung zunächst in Osnabrück tätig und dann 40 Jahre in den Nähereien Hucke in Venne und Euen.

Zwei Kinder wurden dem Ehepaar geschenkt, eine Tochter und ein Sohn. Inzwischen komplettieren vier Enkelsöhne die Familie.

Viele Aktivitäten

Die Ortsbürgermeisterin brachte es bei ihrer Gratulation auf den Punkt: „Wenn ich mir den Kreis hier ansehe, sind alle gekommen, um zwei engagierten Vennern zu gratulieren, die sich in die Gemeinschaft einbringen und das dörfliche Leben schätzen.“ Neben dem TSV und dem Männerchor sind die Eheleute Bergmann Mitglied im Heimat- und Wanderverein, Herbert bei der Feuerwehr und Gisela im Sozialverband.

Allen Gratulanten schließt sich auch die Heimatzeitung, das „Wittlager Kreisblatt“ mit den besten Wünschen für die Zukunft an.