Oberschüler beeindruckt Ostercappelner hatten Besuch aus Burkina Faso

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Informationen aus erster Hand: Die Gäste aus Westafrika berichteten den Schülern und ihrer Lehrerin Rosemarie Tiemann vom Alltag in Burkina Faso. Foto: Ludwig-Windthorst-Schule OstercappelnInformationen aus erster Hand: Die Gäste aus Westafrika berichteten den Schülern und ihrer Lehrerin Rosemarie Tiemann vom Alltag in Burkina Faso. Foto: Ludwig-Windthorst-Schule Ostercappeln

Ostercappeln . Direkt vor den Sommerferien gab es in der Ludwig-Windthorst-Schule Ostercappeln einen ganz besonderen Französischunterricht: Die Schüler der Jahrgangsstufe 9 und ihre Lehrerin Rosemarie Tiemann empfingen zwei Gäste aus Burkina Faso, die aus erster Hand vom Alltag in ihrer Heimat berichteten.

Rasmata Sawadogo und Desiré Ouedraogo waren im Juli zwei Wochen in Ostercappeln, um am Krankenhaus St. Raphael zu hospitieren. Die Operationstechnische Assistentin und der Anästhesie-Pfleger, die in einem Krankenhaus in Ouagadougou arbeiten, nahmen dort im Januar 2014 am OP-Projekt teil, das ein Team unter der Leitung von Chefarzt Dr. Martin Gerdes erfolgreich durchgeführt hatte. Die beiden Westafrikaner nutzten jetzt den Gegenbesuch in Deutschland, um den Austausch zu fördern.

Afrika im Unterricht

Das OP-Projekt findet in Kooperation mit der Burkina-Faso-Initiative Belm statt. Vorstandsmitglied Elisabeth Hempen hatte afrikanische Musik, Bilder und eine Auswahl von Kunstgegenständen und Alltagsutensilien aus Burkina Faso mit in den Unterricht an der Ludwig-Windthorst-Schule gebracht, um die Schüler neugierig zu machen. Die Neuntklässler hatten sichauf den Besuch der Westafrikaner gut vorbereitet. Sie hatten Informationen gesammelt, ein Begrüßungsplakat mit burkinischer und deutscher Flagge angefertigt und Fragen formuliert. Nach anfänglicher Zurückhaltung entstand bald ein reger Austausch mit den beiden Gästen. Dabei hatten die Schüler auch die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in der französischen Sprache anzuwenden. Weil Burkina Faso früher eine Kolonie Frankreichs war, ist Französisch bis heute Amts- und Verkehrssprache.

Weniger Besitz, aber mehr Zufriedenheit

Die Schüler bewunderten kunstvolle Batiken und Spielzeug, das aus Blechdosen angefertigt wurde. Sie erfuhren sehr viel über ein Land, von dem sie vorher kaum etwas gehört hatten. Nach der Gesprächsrunde äußerten sich die Neuntklässler beeindruckt, wie zufrieden offenbar viele Menschen in Burkina Faso leben, obwohl sie sehr wenig haben.


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