Schornstein ist kein Brutplatz Gefahr durch Dohlennester

Tief unten im Schornstein: eine Dohle in ihrem Nest.

            

              
              Foto: ArchivTief unten im Schornstein: eine Dohle in ihrem Nest. Foto: Archiv

Altkreis Wittlage. Sie fliegen über die Dächer und werfen Äste in die Schornsteine. Dort, wo die meisten hängen bleiben, bauen sie sich ihre Nester, um zu brüten: Dohlen.

Nur acht Tage brauchen sie, um das Nest fertig zu bekommen. „Hübsch anzusehen, jedoch nicht ungefährlich“, so Jens Wagener, Pressesprecher der Schornsteinfegerinnung.

Denn die Schornsteinfeger sehen das immer wieder als ein Problem : Die Dohlen verstopfen mit ihren Nestern die Schornsteine, sodass die Abgase nicht mehr richtig abziehen können. Dies führt dazu, dass Kohlenmonoxid in die Wohnungen gelangt. Eine tödliche Gefahr.

Das Schlimme daran ist, dass diese Abgase geruchs- und geschmackslos sind und deshalb von den Bewohnern nicht wahrgenommen werden. Bemerkbar macht sich das Gas durch beschlagene Spiegel und Fenster, feuchtwarme Luft im Heizungsraum und wenn auffällig häufig Vögel den Schornsteinkopf anfliegen. Bereits beim kleinsten Verdacht sollte man unbedingt den zuständigen Schornsteinfeger benachrichtigen.

Um ein bereits gebautes Nest zu entfernen, geht der schwarze Mann unterschiedlich vor: Bei Brutstätten, die tief im Schornsteinschacht liegen, sticht der Schornsteinfeger mit einer Art Harpune in das Nest. Die daran befindlichen Haken verfangen sich in den Zweigen und reißen das gesamte Nest auseinander. Kann das Nest so nicht erreicht werden, muss es ausgebrannt werden. Dohlen stehen unter Naturschutz. Aufgrund der Gefahr ist es notwendig, die Nester in aktiven Schornsteinen zu entfernen. Bei stillgelegten Schornsteinen stellen die Nester keine Gefahr dar und müssen deshalb auch nicht unbedingt zerstört werden.

Gitter anbringen

„Wirksamster Schutz gegen Dohlen sind Dohlengitter, die auf den Schornstein gesetzt werden, damit sich die Dohlen gar nicht erst in den Schornsteinen einnisten können“, erläutern die Schornsteinfeger. Nur so könne dem Problem Einhalt geboten werden.


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