Werke von Viktor Meier Verwandlungen“ in der Mädchenschule Ostercappeln

Von Steffen Meyer

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„Der Seher“ alias Viktor Meier (Bildmitte) wurde anlässlich der Vernissage zu seiner Ausstellung von Susanne Winkler sowie Michael Brackmann begrüßt und vorgestellt. Foto: Steffen Meyer„Der Seher“ alias Viktor Meier (Bildmitte) wurde anlässlich der Vernissage zu seiner Ausstellung von Susanne Winkler sowie Michael Brackmann begrüßt und vorgestellt. Foto: Steffen Meyer

Ostercappeln. Er selbst spricht bescheiden von „knipsen“, wenn fotografieren gemeint ist. Doch das Ergebnis dessen, was Viktor Meier aus Stirpe-Oelingen in den Fokus seines Suchers rückt und ablichtet, ist eindrucksvoll und noch bis einschließlich Sonntag, 1. März, im Erdgeschoss der ehemaligen Mädchenschule am Kirchplatz zu bestaunen. „Verwandlung“, so der Titel der Ausstellung.

„Er geht viel in der Natur spazieren und hat ein Auge für das Besondere entwickelt“, lobte Michael Brackmann, Mitglied in den Vorstandsreihen von „Kurios“, dem Kulturring Ostercappeln. Während er anlässlich der Vernissage die Laudatio auf den Fotokünstler aus Bohmte hielt, begrüßte zuvor Susanne Winkler die Gäste am Eröffnungsabend.

„Es gab schon zahlreiche Ausstellungen mit seinen Fotoarbeiten, und ich freue mich, dass es gelungen ist, sie nun in Ostercappeln zu präsentieren“, so die stellvertretende Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins. Gezeigt wird eine Auswahl, die vor allem fasziniert, weil es keine „normalen“ Fotos, sondern grafisch bearbeitete Bilder sind. Das Hauptmotiv sind mit Efeu bewachsene Bäume aus unterschiedlicher Perspektive und insbesondere einem bestechenden Blick fürs Detail. Daran schloss sich bei der anschließenden Entwicklung die Einbeziehung computertechnischer Elemente an. Das Ergebnis sind Fotografiken, die das Einzigartige in vertrauten Strukturen hervortreten lassen.

Wie jene, die entstehen, wenn Bäume von Efeu zuerst umrankt werden, um letztendlich durch Nährstoffentzug abzusterben. „Ein gutes Beispiel für Vergänglichkeit und Veränderung und dafür, dass alles im Fluss ist und nichts bleibt, wie es einmal war“, hob Brackmann in seiner Einführung unter anderem hervor.

Zu einem „Seher“ entwickelt hat sich Viktor Meier bereits seit der Jugend. 1952 nahe dem westsibirischen Tschanysee geboren, besuchte er zuerst mehrere Hochschulen für Grafik und Kunst in der Ukraine, bevor er in Russland als Grafik-Designer in Kunstwerkstätten tätig war. Nach Deutschland kam er im Jahr 1991 und lebte hier zuerst als freischaffender Künstler. Heute arbeitet Meier außerdem als Grafik-Designer für ein Unternehmen in Espelkamp.


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