Junge Menschen qualifizieren Wittlager engagieren sich in Integrationswerkstatt

Die neuen Mitglieder im BIW-Trägerverein erhielten im Sommer 2013 Nistkästen aus der Werkstatt. Im Bild (von links) Michael Ripperda (Ilek), Klaus Goedejohann (Bürgermeister in Bohmte), Georg Schirmbeck, Sigrun Rindt (2013 BIW-Geschäftsführerin), Rolf Lange (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Ostercappeln), Belms damaliger Bürgermeister Bernhard Wellmann und Günter Harmeyer (2013 Bürgermeister in Bad Essen).Foto: Kerstin BalksDie neuen Mitglieder im BIW-Trägerverein erhielten im Sommer 2013 Nistkästen aus der Werkstatt. Im Bild (von links) Michael Ripperda (Ilek), Klaus Goedejohann (Bürgermeister in Bohmte), Georg Schirmbeck, Sigrun Rindt (2013 BIW-Geschäftsführerin), Rolf Lange (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Ostercappeln), Belms damaliger Bürgermeister Bernhard Wellmann und Günter Harmeyer (2013 Bürgermeister in Bad Essen).Foto: Kerstin Balks

Altkreis Wittlage. Die Gemeinde Ostercappeln ist seit 2013 – ebenso wie Bad Essen und Bohmte – Mitglied im Trägerverein der Belmer Integrationswerkstatt (BIW). Diese Mitgliedschaft läuft Endes dieses Jahres aus. Die gemeindlichen Gremien haben jetzt beschlossen, die befristete Mitgliedschaft in eine unbefristete zu verändern. Die Gemeinden Bad Essen und Bohmte engagieren sich ebenfalls dauerhaft im Trägerverein.

Die Belmer Integrationswerkstatt setzt sich seit 16 Jahren für die soziale und berufliche Integration von Jugendlichen und Erwachsenen in Zusammenarbeit mit vielen lokalen Akteuren ein. So haben Mitglieder der Werkstatt zum Beispiel vor einigen Jahren beim Bau des Eisenzeithauses am Knostweg in Venne geholfen. Zur Gemeinde Bad Essen gibt es einen besonderen Bezug. „Die Integrationswerkstatt pflegt seit 2013 die öffentlichen Grünflächen“, so der Erste Gemeinderat Carsten Meyer. Die BIW hat diese Aufgabe von der Diakonie übernommen.

In der BIW ist unter anderem der nachträgliche Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich. Ein Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Die Belmer Integrationswerkstatt ist ein Träger der freien Jugendhilfe und führt erfolgreich innovative Projekte zur sozialen und beruflichen Integration von Schülern und jungen Erwachsenen durch, so das Konzept.

Begonnen hat das Projekt 1998. Die Zusammenarbeit mit den Betrieben, den Fachdiensten der Jugendsozialarbeit und den regionalen Netzwerken hat zu zahlreichen Kooperationen geführt, die der Integration junger Menschen in das Berufsleben nützlich war. „Im Mittelpunkt der Arbeit steht der junge Mensch, der entsprechend seinen individuellen Voraussetzungen gestärkt und gefördert wird“, betont die BIW.

Klientel aus dem Altkreis

In zunehmendem Maße – nämlich zwischen 30 und 40 Prozent – sind es seit einigen Jahren auch Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Wittlager Land, die die Qualifizierungseinrichtung besuchen. Ein Umstand, der die drei Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln im Sommer des vergangenen Jahres veranlasst hat, rückwirkend zum 1. Januar 2013 dem BIW-Trägerverein beizutreten. Der Jahresbeitrag, mit dem die Arbeit der BIW unterstützt wird, beträgt für jede Gemeinde 5000 Euro. Die Kooperation der Kommunen mit der Einrichtung in Belm wird übrigens auch im Rahmen von Ilek, dem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept, unterstützt.

Als Mitglied im Trägerverein unterstützt die Wittlager Gemeinde diese Aktivitäten. „Mit 735 Euro als Spende kann ein Teilnehmerplatz für ein Schuljahr gesichert werden“, merkt Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann an. „Wir würden uns daher freuen, wenn sich auch aus unserer Gemeinde weitere Förderer oder Sponsoren für diese Einrichtung finden würden.“

Viktor Hermeler ist in seiner Funktion als Bürgermeister der Vorsitzende im Förder- und Trägerverein BIW. Seine Stellvertreter sind Frank Hünefeld, stellvertretender Landrat, und Frank Imbusch, Geschäftsführer der Firma Altewichard in Belm. Gerhard Wienken ist Geschäftsführer.

Vor Kurzem hatten wie berichtet Georg Schirmbeck und Hartmut Nümann, die seit elf Jahren Vorsitzender beziehungsweise stellvertretender Vorsitzender waren, ihre Ämter abgegeben. Auch die langjährige Geschäftsführerin Sigrun Rindt hat sich zudem in die zweite Reihe zurückgezogen.


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