Lebendige Hoffnung Einfühlsame Text ein Ostercappeln gelesen

Von Dirk Meyer

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Die Künstlerin und Autorin Bettina Bollmann-Koch und die Klangpädagogin Nora Birgit Sundermeier gestalteten in der Ostercappelner Paulus-Kirche eine Lesung. Foto: Spes VivaDie Künstlerin und Autorin Bettina Bollmann-Koch und die Klangpädagogin Nora Birgit Sundermeier gestalteten in der Ostercappelner Paulus-Kirche eine Lesung. Foto: Spes Viva

Ostercappeln. Gedichte, Gebete, Klänge, Stille – die Künstlerin und Autorin Bettina Bollmann-Koch und die Klangpädagogin Nora Birgit Sundermeier gestalteten in der Ostercappelner Paulus-Kirche eine Lesung.

Die Künstlerin aus Preußisch Oldendorf stellte Texte aus ihrem Heft „Lebendige Hoffnung“ vor. In einfühlsamen Worten beschreibt sie die Gefühle von Menschen am Übergang zwischen Leben und Tod.

Als sensible Beobachterin spricht sie dabei aus unterschiedlichen Perspektiven zu den Zuhörern. Sie schildert die Gefühle der Sterbenden, die Trauer der Hinterbliebenen, die Last der pflegenden Angehörigen, die Fragen der Kinder und die Verzweiflung verwaister Eltern.

Bettina Bollmann-Koch setzt auch immer wieder Zeichen der Hoffnung und der Liebe: Ein Händedruck, ein Blick, ein liebes Wort, Gesten, die zeigen, dass man sich verbunden fühlt. Kraft und Hoffnung schöpft sie dabei aus ihrem christlichen Glauben. Auch in ausweglos erscheinenden Situationen bleibe das Vertrauen auf die Liebe und Begleitung durch Gott, sagte sie.

In den Pausen zwischen den Texten tauchte Nora Sundermeier die Kirche mit ihren Klangschalen in eine meditative Stimmung. So blieb den Zuhörern Zeit, die Texte nachwirken zu lassen, eigene Gedanken und Erfahrungen einzubringen und so in eine ganz persönliche Auseinandersetzung einzutreten.

Die Lesung bildete den Abschluss einer Ausstellung von Bettina Bollmann-Koch in der Alten Mädchenschule Ostercappeln, die von Spes Viva und dem Kulturring Kurios veranstaltet worden war. In ihren Skulpturen wie in ihren Texten setzt sich die Künstlerin mit eigenen Erfahrungen im Hoffen und Bangen um geliebte Menschen auseinander.

Nach der Lesung suchten die Gäste das Gespräch mit der Autorin. Viele hatten in den Texten eigene Empfindungen wiederentdeckt und gespürt, dass sie mit ihren Gefühlen nicht allein sind.


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