Workshop statt Sitzung Ein Tag für den Kirchenkreis in Vennermoor

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Vennermoor. Viermal im Jahr trifft sich der Kirchenkreistag Bramsche zur Sitzung. Die jüngste Veranstaltung fand im Gasthaus Beinker in Vennermoor statt. Eine klassische Sitzung mit Tagesordnung war es allerdings nicht. „Wir wollten einmal etwas anderes ausprobieren“, erläutert Kirchenkreistagsvorsitzender Ernst-August Gausmann aus Barkhausen das Konzept.

„Ein Tag für den Kirchenkreis“, so war das Treffen überschrieben. Die Mitglieder kamen zu einem Workshop zusammen. Die gegenwärtige Arbeit im Kirchenkreis, die Strukturen und die Fragen, wie der evangelisch-lutherische Kirchenkreis in einigen Jahren aussehen sollte und wie Herausforderungen wie etwa der demografische Wandel der Gesellschaft bewältigt werden können, standen im Mittelpunkt des Treffens in Vennermoor.

36 Mitglieder des Kirchenkreistags hatten sich für den Ganztagsworkshop angemeldet. Hinzu kamen zwei Dozenten von der Landeskirche Hannover: Claudia Gehrke und Jörg Engmann. „Die Inhalte des Workshops bestimmen aber die Kirchenkreistagsmitglieder“, berichtet Engmann. Das Duo aus Hannover ist also für Ablauf und Strukturierung des Tages zuständig. Die Landeskirche bietet Kirchengemeinden und Regionen schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, an einem begleiteten Qualitätsentwicklungsprozess teilzunehmen. In einer Arbeitsgruppe unter Federführung des Hauses kirchlicher Dienste wurde ein eigenes Modell der Qualitätsentwicklung entwickelt. Es orientiert sich am klassischen Qualitätsmanagement (EFQM), wurde jedoch dem besonderen Charakter der Arbeit in Kirchengemeinden angepasst. Diesen Prozess begleiten unter anderem Engmann und Gehrke.

Die Frauen und Männer in Vennermoor hatten sich nach Vorbesprechung und erster Diskussion für vier Themenbereiche entschieden, die dann in Arbeitsgruppen behandelt werden sollten: Jugendarbeit im Kirchenkreis, Stellenplan, Verwaltung und Kirchenkreisamt sowie die Kommunikation des Kirchenkreises Bramsche nach innen und nach außen.

Ziel war es, „in Bewegung zu kommen“. Die Ideen, Kritik und Anregungen, die in den einzelnen Gruppen erarbeitet wurden, sollten schließlich kein Selbstzweck sein. „Die Ergebnisse werden weitergegeben an den Kirchenkreisvorstand“, so Claudia Gehrke. Der Vorstand wiederum sollte sich dann darum kümmern, dass die Themen in den Gremien des Kirchenkreises weiter behandelt und gute Vorschläge natürlich auch in die Praxis umgesetzt werden.

Es gibt aber nicht nur Dinge, die verbessert werden können. So stellten die Wirkshopteilnehmer zu beginn des Treffens fest, dass es großes ehrenamtliches Engagement gebe. Der Kirchenkreis kann also auf viele Menschen bauen, die ehrenamtlich tätig sind und auch Verantwortung übernehmen – eine gute Basis, um künftige Herausforderungen zu meistern.

Lob gab es auch für die Arbeit des Superintendenten Hans Hentschel.


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