Infoabend zur Nahwärmeversorgung Wärmelieferverträge für mehr als 130 Häuser in Venne

In Venne wird ein Nahwärmenetz aufgebaut, das Abwärme aus den Backstraßen der Waffelfabrik nutzt. Foto: Friedrich LükeIn Venne wird ein Nahwärmenetz aufgebaut, das Abwärme aus den Backstraßen der Waffelfabrik nutzt. Foto: Friedrich Lüke

pm/orf Venne. In Venne fand eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema „Nahwärme“ statt.

Der Vorstand der Venner Energie e. G. (in Gründung) hatte zu der Veranstaltung im Landgasthaus Zum Löwen alle Bürger eingeladen, die einen Wärmeliefervertrag bereits unterschrieben haben und solche, die noch weiterhin interessiert sind. Ende Juli war wie berichtet die Venner Energie e. G. in einer öffentlichen Sitzung gegründet wurde. Der Vorstand sowie Mitglieder des gewählten Aufsichtsrates stellten sich den Bürgern kurz vor.

Wer gehört den Gremien an? Der Aufsichtsrat besteht aus dem Vorsitzendern Bürgermeister Rainer Ellermann, der stellvertretende Vorsitzende Martina Knippen sowie den Mitgliedern Mitglieder Christian Meyer zu Venne, André Bergmann sowie Lothar Schröder.

Den Vorstand bilden der Vorsitzende Uwe Lachermund, der stellvertretenden Vorsitzenden Hartmut Sakowsky und das Mitglied Holger Winkelmann.

„Das Projekt entwickelt sich derzeit sehr gut“, so der Vorstand. So wurde berichtet, dass von den 176 Objekten, für die ein Interesse für die Nahwärme bestand, bereits für 131 Objekte von ihren Besitzern ein Wärmeliefervertrag unterschrieben worden ist. Die Gesamt-Wärmemenge, die diese 131 Häuser benötigen, liegt bei rund vier Millionen KW/h Wärmemenge pro Jahr. Das Ziel der Venner Energie ist es, mindestens 85 Prozent dieser Wärmemenge mit Abwärme aus der Waffelfabrik in Venne zu erzeugen.

Neben den positiven wirtschaftlichen Aspekten des Projektes erklärte der Vorstand auch, dass durch die Nutzung der Nahwärme und das Ersetzen von Öl- und Gasheizungen in Venne pro Jahr etwas mehr als 1000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Vorstandsteam zeigte dann unter anderem den aktuellen Trassenplan auf sowie den geplanten Standort und die Ausstattung der Heizzentrale. Nächster Schritt ist nun die Begehung der einzelnen Gebäude durch das beauftragte Ingenieur–Büro.

Anschluss und Übergabe

Hierbei werden die Details zum Hausanschluss sowie dem Standort der Übergabestation besprochen. „Nach dem Abschluss der Begehung erfolgt dann die finale Planung und Projektierung der einzelnen Maßnahmen des Projektes.“, so die Auskunft auf der Versammlung.

Erklärtes Ziel ist es, mit dem Ausschreibungs- und Vergabeprozess für das Netz noch in diesem Jahr zu beginnen. Zur Heizperiode 2015 sollen dann alle angemeldeten Gebäude angeschlossen sein und mit Nahwärme versorgt werden.

In der anschließenden Fragerunde wurden zahlreiche Fragen zum Projekt, sowie zu technischen und kaufmännischen Details gestellt und vom Vorstand beantwortet.