Oktoberfest 2014 Schwagstorf ganz im Zeichen der Musik

Von Willi Schmutte


Schwagstorf. Das Oktoberfest mit der beeindruckenden Resonanz war gerade vorbei, die Müdigkeit noch nicht ganz überwunden, da stand schon der zweite Tag des „38. Klingenden Schwagstorfs“ an. Im Mittelpunkt standen dabei die Spielleute aus nah und fern.

Die Bühne war längst abgeräumt, der Altar aufgebaut. Der Sonntag begann mit der Messe im Festzelt, die Pastor Daniel Klare mit vielen Gästen feierte. Die Blaskapelle Schwagstorf mit Leiter Markus Strootmann war als stimmgewaltige musikalische Begleitung dabei. Pastor Klare sprach in seiner Predigt vom „Orchester des Glaubens“ und von der zu teilenden Freude als einer Grundlage des Lebens.

So würdigte er auch den Einsatz der Kapelle, die schon am Vorabend an gleicher Stelle alles gegeben hatte. Dem Gottesdienst folgte der Auftritt der Renslager Blaskapelle zum Frühschoppen. Kapellmeister der Gäste – Markus Strootmann.

Ein Rahmenprogramm bereicherte den Tag. So gab es erstmals einen Kofferflohmarkt, wobei (der Name lässt es ahnen) aus dem Koffer heraus angeboten und verkauft wurde. Eine kleine Fahrradausstellung befand sich ebenfalls im Zelt, und im Freigelände standen kleine Elektroautos bereit. Dazu konnten bei der Tombola viele Gewinne abgeholt werden, und ein Zauberer hatte alle Hände voll zu tun, um den Kindern in Windeseile aus schlanken Luftballons Figuren zu zaubern.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Musik, wie es der Name „Klingendes Schwagstorf“ besagt. Bernhard Dürfahrt konnte als Vorsitzender des gastgebenden Vereins viele Musikgruppen begrüßen. Mit von der Partie waren die Schützenkapelle Kloster Oesede, das Freie Musikcorps Senden, der Fanfaren- und Spielmannszug Ohrbeck, der Musikverein Hagen-Wiesental, die Spielmannszüge Nordengerland, Vehrte, Glane und Hollage, das Husaren-Fanfarenkorps Herten, das Musikkorps Lappenstuhl und die Formation „Drumfanfare Hengelo“ aus den Niederlanden.

Und auch das Wetter spielte mit. Bei strahlendem Sonnenschein fand zunächst der Umzug durch Schwagstorf statt. Die Instrumente blitzten, die Majoretten der holländischen Gäste beeindruckten besonders. Auf dem Platz vor dem Festzelt intonierten alle gemeinsam „Preußens Gloria“. Es folgten nacheinander Darbietungen aller Musikzüge. Ob Fanfarenklänge oder Walzer, ob Flötenspiel oder Hörner und Trompeten, flotte Marschmusik oder Polka – die Zuhörer geizten nicht mit Beifall.

Die Cafeteria im Festzelt lud ein zum Verweilen, und die Tribüne vor dem Zelt war stets „ausverkauft“. Das verwunderte nicht, denn Sonne pur, Kaffee und Kuchen, andere Erfrischungen und viel Musik luden zum Verweilen ein.

Und dann folgte das „Finale furioso“. Das Programm war durch, die Musikanten feierten weiter, etwa mit der Polonaise um den Pavillon. Bernhard Dürfahrt wurde von Piet, dem Chef der „Hengeloer Drumfanfare“, mit einem Präsent bedacht. Er bedankte sich einerseits bei Sonja Koslowski für die Moderation des Musikprogramms und bei den Musikzügen jeweils mit einem Pokal.