Zehnjähriger wird Jungzüchter 2014 Bauernmarkt und Tierschau in Vennermoor

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Ostercappeln. Die diesjährige Tierschau Osnabrück in Vennermoor war ein voller Erfolg. Das Publikum bestaunte am Sonntag die Tiere, schlenderte über den Bauernmarkt und gratulierte dem zehnjährigen Matthies Kühn aus Hagen, der bei den Jungzüchtern gewann.

„Es ist beeindruckend, wie viele gute Kühe es auf lokaler Ebene hier gibt“, sagte Hans Willi Warder, Geschäftsführer der Osnabrücker Herdbuch Genossenschaft (OHG). Das Niveau werde immer besser. Rund 150 Tiere wurden ausgestellt, viele davon auch von jungen Frauen. „Der Anteil ist in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren deutlich gestiegen“, so Warder. Das läge auch daran, dass mehr Mädchen an die Tiere herangeführt würden. „Auf den Höfen beschäftigen sich mehr Frauen als früher mit der Zucht“, ergänzte er. Die Milchproduktion sei insgesamt stabil. „Das wird sich aber im nächsten Frühjahr ändern, wenn die Begrenzung der betrieblichen Quote entfällt.“

Die Preisrichter hatten viel zu tun. Über 150 Kühe und die Tiere von rund 50 Jungzüchtern unter 25 Jahren mussten bewertet werden. In drei nebeneinanderliegenden Bereichen führten Damen und Herren, Kinder und Jugendliche ihre Tiere vor. Da wurden die drüsigen Euter, das Fundament, die Klauen und auch „glasklare“ Sprunggelenke gelobt. Zu den Richtern gehörte neben Bernd Wentrup aus Borgloh und Andrea Perk aus dem Emsland auch Guido Simon aus dem Sauerland. „Simon gehört zu den 15 besten Preisrichtern in Deutschland und wir freuen uns, dass er hier heute dabei ist“, sagte Warder. Bei den Schauen werde darauf geachtet, dass kein Richter aus der Region komme, in der die Veranstaltung stattfinde. „Bei den Tierschauen, die in Bersenbrück oder nächstes Jahr in Melle-Wellingholzhausen stattfinden, sind dann aber Preisrichter aus dem Wittlager Land dabei.“

Neben den Kühen waren auch rund 80 Schafe zu bewerten. Unter den Preisträgern war auch das Coburger Fuchsschaf, das einen fuchsfarbenen Kopf, Bauch und Beine hat. Es gehörte zu der Gruppe Tiere, die die Gesellschaft zur Erhaltung alter und aussterbender Haustierrassen, Arche Nord-West, neben Thüringer Waldziegen und einer Diepholzer Gans präsentierte.

Ein Jungzüchter freute sich ganz besonders: Matthies Kühn gewann mit seinem Kälbchen „Nora“ den ersten Platz. „Ich bin schon zum fünften Mal dabei“, sagte der Zehnjährige aus Hagen a.Tw. Um Nora auf ihren großen Tag vorzubereiten, habe er seit vier Wochen jeden Tag 30 Minuten mit ihr geübt. „Erst habe ich sie gestreichelt, damit sie mich kennenlernt und mir vertraut“, erklärte Matthies. Als nächstes habe er sie an ein Halfter gewöhnt und dann begonnen, mit ihr langsam zu laufen. Sein Einsatz hat sich gelohnt, denn Matthies wurde „Jungzüchter 2014“. „Er hat das ganz toll gemacht, ist ruhig und bedacht mit seinem Tier umgegangen“, lobte Preisrichterin Kristina Oltrogge. Auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Osnabrück Frank Hünefeld gratulierte Matthies zu seinem Sieg.


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