Wenn der OFV ruft Werner Mosel: Mit 71 ein Glücksfall für Tennis in Ostercappeln

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In seinem Element: Werner Mosel als 71-Jähriger mit den Tenniskids auf der Anlage in Ostercappeln. Foto; Oliver KratoIn seinem Element: Werner Mosel als 71-Jähriger mit den Tenniskids auf der Anlage in Ostercappeln. Foto; Oliver Krato

Ostercappeln. Nur eineinhalb Kilometer von der Tennisanlage des FV Ostercappeln entfernt wohnt Werner Mosel. Ein Grund, warum der 71-Jährige den Sport auf der roten Asche liebt und aktiv treibt. Doch das ist nur eine Seite des Seniors, die andere ist die Jugend, die ihm ans Herz gewachsen ist und die ihm letztlich keine Chance ließ, seine selbst gewählte Auszeit nach wenigen Jahren zu beenden.

„Ich konnte nicht ohne, denn in diesem Verein steckt so viel Herzblut von mir“, erklärt Mosel sein Comeback vor sechs Jahren an erster Stelle, sprich als Abteilungsleiter, der ab 1982 alles mit aufbaute und 1998 abtrat, um dann doch zurückzukehren zu seiner „alten Liebe“, vor allem der Jugend wegen.

Warum er vor allem Training mit der Jugend favorisiert? „Weil es so viel Spaß macht zu sehen, wie sich Kinder freuen können“, gesteht Mosel seine Beweggründe, im Prinzip täglich auf der Vier-Feld-Anlage an der Nordhauser Straße aktiv zu sein. Über das Training der Jugend hinaus auch in allen anderen Bereichen wie ursprünglich auch beim Bau des Klubhauses sowie bei allen anderen Aktivitäten.

Noch mehr, seit er nach 51 Jahren bei einer Osnabrücker Firma im Job als Betriebsleiter seine Tätigkeit als Steinmetz aufgab. Auch zum Vorteil des OFV, dessen Tennisabteilung vor sechs Jahren auf die Zahl von 88 Mitgliedern schrumpfte nach Topjahren mit 248 in der Spitze. Entsprechend setzte Mosel zusammen mit Stellvertreter Stefan Freckmann und Schriftführer Uwe Raberg vor allem mit Sportwart Harald Gärtner und Jugendwart Hermann Fricke den Hebel, unterstützt von Klaus Krämer und Platzwart Norbert Mosel, bei der Gewinnung von Kindern und Jugendlichen an. Besonders bei den Kindern und dabei konzeptionell zum leichteren Lernen über Klein- und Mittel- bis hin zum Großfeld.

Das Ergebnis: Mehr Angebot bedeutete mehr Arbeit, womit sich Lydia Borgmeier bei der Jugend sowie Stefan Burmeister beim Sportwart als „zweite Kraft“ gewinnen ließen, zumal auch im Bereich der jüngeren Erwachsenen auf Zuwachs geachtet wird. Und zwar durch Schnupperkurse über vier oder fünf Termine für 20 Euro, die verrechnet werden, wenn aus Schnuppern eine Mitgliedschaft wird. Das Ergebnis: Im letzten Jahr blieb nur ein Schnupper-Gast nicht „hängen“ im OFV, der zudem vom Mitwirken der Idealisten in der Windhorst- sowie in der Grundschule profitiert. Das Ergebnis: Aktuell spielen 170 Menschen in Ostercappeln Tennis auf einer Anlage, die sich zum ersten Juni-Wochenende aus gutem Grund zudem herausputzt: Beim „Tag der offenen Tür“ am Pfingstmontag ab 15 Uhr mit Kuchen, Grillen und vielem mehr dürfte wie gehabt das etwas andere Einlagespiel ein Blickfang sein. Ebenso die Darstellung „Wie die Jugend wächst“, was von Klein bis Groß gezeigt wird.

Mit dabei in erster Reihe wie gehabt Mosel, der das Verständnis seiner Frau Roswitha zu schätzen weiß und sich selbst als „ein bisschen bescheuert“ betitelt, was den täglichen Drang zum Tennisplatz als 71-Jähriger betrifft.

Aber wenn doch die Kinderaugen strahlen und einen Senior strahlen lassen...


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