Hervorragende Wasserqualität EU-Studie zeichnet Kronensee in Schwagstorf aus

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<em>Der Kronensee</em> ist die vollgelaufene Sand- und Kiesgrube der Firma Quick-Mix, deren Werk im Vordergrund zu sehen ist. Foto: Friedrich LükeDer Kronensee ist die vollgelaufene Sand- und Kiesgrube der Firma Quick-Mix, deren Werk im Vordergrund zu sehen ist. Foto: Friedrich Lüke

mao Schwagstorf. Auf den Kronensee in Schwagstorf ist sogar die EU-Kommission aufmerksam geworden. Schließlich ist er Teil einer groß angelegten Studie, die die Wasserqualität in den 27 EU-Mitgliedstaaten untersucht. Ergebnis: Das Wasser im See im Altkreis Wittlage ist ausgezeichnet. Jetzt fehlt nur noch das geeignete Badewetter.

Über 22000 Badegewässer wurden analysiert. Zu den 1929 untersuchten Binnengewässern in Deutschland zählte erneut auch der Kronensee. Und wie aus der im Internet veröffentlichten Übersichtskarte ersichtlich ist, erhielt er wie im vergangenen Jahr die Bestnote „Excellent“.

Dieter Leßmann, Betriebsleiter des Freizeitparks Kronensee, freut sich über die Bestätigung aus Brüssel. Überrascht hat ihn das Ergebnis aber nicht. „Das Gesundheitsamt nimmt zwischen Mai und Anfang Oktober alle vier Wochen Proben. Die Ergebnisse hängen wir immer am See aus, und die sind seit Jahren sehr gut“, so Leßmann.

Schwagstorfs Ortsbürgermeister Karl-Heinz Rohrmann (CDU) hält die Umgebung des Sees für einen entscheidenden Faktor. Hier gibt es vor allem Wald und kaum Nutzflächen. Da der Kronensee keinerlei Zuflüsse habe, träten auch auf diesem Weg keine Verschmutzungen ein, so Rohrmann.

Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann (CDU) hofft, dass die EU-Studie auch die letzten Zweifler überzeugt. „Einige Badegäste meinten, dass aus dem Boden Öl austritt, das sich an der Oberfläche als Film ablagern würde. Das stimmt natürlich nicht“, so Ellermann. Betriebsleiter Leßmann stimmt ihm zu und verweist auf den Lehmboden, der zum Teil schmierig sei und sich ablöse. Er hob außerdem hervor, dass der Kronensee noch nie von Algen befallen war. „Einige halten das im Sommer hoch wachsende Seegras für Algen. Dabei ist das Seegras ein Grund für die gute Wasserqualität“, so Leßmann. Außerdem dient es den Seebewohnern als Lebensraum, Versteck und Laichplatz.

In erster Linie nutzen jedoch die Menschen den Kronensee als Naherholungsgebiet. „Dafür ist er ideal geeignet. Deshalb kommen auch viele Besucher aus dem Ruhrgebiet hierher“, weiß Ortsbürgermeister Rohrmann.

Der Kronensee ist rund 40 Hektar groß und entstand aus der 1964 begonnenen Entnahme von Sand und Kies für den Fertigbeton- und Baustoffhersteller Quick-Mix. Das Grundwasser sammelte sich in der Grube, und am 25. Mai 1986 wurde der Freizeitpark Kronensee offiziell eröffnet. Heute finden sich um den See herum unter anderem ein Campingplatz, ein Hunde- und ein FKK-Strand.

Die größten Verschmutzer sind laut Dieter Leßmann übrigens weder Menschen oder Hunde, sondern die Wasservögel. „Aber das ist halt Natur“, so der Betriebsleiter.


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