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Ortsrat zeichnete Annette Pösse für ehrenamtliches Engagement aus Grüße von McAllister nach Ostercappeln

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Hitzhausen. Wenn der Ministerpräsident eigens Grüße ausrichten lässt und gleich zwei Pastoren zur Feierstunde in das Gasthaus Schmiemann nach Hitzhausen kommen, dann muss schon etwas Besonderes auf dem Programm stehen. Der Ortsrat Ostercappeln zeichnete Annette Pösse, Leiterin der Tanzgruppen der Paulus-Gemeinde, für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement aus.

„Wer sich in den Dienst anderer stellt, ist ein Leistungsträger in der Gesellschaft“, sagte Ortsbürgermeister Peter Kovermann. Die Ehrung – verbunden mit einer Urkunde – ist die höchste Auszeichnung, die der Ortsrat vergeben kann. Seit 2003 dokumentiert das Gremium damit die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements auch nach außen. „Annette Pösse hat sich hier besonders hervorgetan“, so Kovermann in seiner Laudatio. „Annette ist immer im Takt geblieben“, meinte der Ortsbürgermeister mit Blick auf die ehrenamtliche Arbeit der Ausgezeichneten. Annette Pösse ist nämlich den Tanzgruppen der evangelischen Paulus-Kirchengemeinde seit Jahrzehnten verbunden. Viele Jahre als Kotrainerin von Barbara Schröder und schließlich als Leiterin. Rund 100 Kinder und Jugendliche sind in den Gruppen aktiv; und zwar konfessionsübergreifend. Begonnen hatte alles vor rund 40 Jahren im Paulus-Gemeindehaus. Daran erinnerte Pastor i.R. Martin Schröder. Später fanden die Tanzfestivals – mittlerweile ein Markenzeichen der Kirchengemeinde, wie Kirchenvorstand Ludwig Becker betonte – bei Niemann in Leckermühle statt. Als auch dieser Saal zu klein wurde, zogen die Gruppen mit ihrem Festival um zu Beinker, Vennermoor. „Bald müssen wir wohl das Gerry-Weber-Stadion mieten“, so Kovermann.

Martin Schröders Nachfolger Otto Weymann, bis vor wenigen Wochen Pastor der Paulus-Gemeinde, war ebenfalls gekommen. Er dankte Annette Pösse für deren Engagement. „Wir sind eine bewegte Kirchengemeinde“, stellte Weymann fest.

„Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist eine wichtige und ehrenvolle Aufgabe“, sagte die Geehrte. Die Arbeit mit den Tanzgruppen bereite immer Freude, zumal sie auf engagierte Abteilungsleiterinnen und Unterstützer bauen könne und natürlich auch auf ihre Familie.

Annette Pösses Tochter ist übrigens „schuld“ daran, dass sie überhaupt in den Tanzgruppen aktiv geworden ist. Die Hitzhausenerin hatte ihre Tochter Stefanie nämlich zu einem Treffen begleitet. Barbara Schröder fragte sie, ob sie nicht Lust habe als Trainerin mitzumachen. Dass daraus eine solch lange und stetige Erfolgsgeschichte wurde, konnte Annette Pösse damals natürlich nicht ahnen. Doch bereut hat sie ihr Engagement noch nie. „Man muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen und lernt unheimlich viel.“

Was hat es nun mit den Grüßen des Ministerpräsidenten auf sich? Bürgermeister Rainer Ellermann hatte mit vielen Amtskollegen einen Termin bei McAllister in Hannover und erzählte, dass abends noch eine besondere Ehrung in seiner Gemeinde anstehe.

Da in Niedersachsen das Ehrenamt großgeschrieben wird und der Ministerpräsident sich der Bedeutung dieser Arbeit für das Funktionieren der Gemeinschaft sehr wohl bewusst ist, ließ er also seine besten Wünsche ausrichten. Vielleich dürfen die Paulus-Tanzgruppen ja demnächst einmal in Hannover auftreten, das wäre doch was...


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