Klänge von Frieden und Ewigkeit Benefizkonzert für Spes Viva Ostercappeln

PM

Der Spes-Viva-Chor St. Raphael Ostercappeln, die Desert Voices Osnabrück sowie Mezzosopranistin Jutta Fahrig und Bariton Dominik Vatovic begeisterten in der Gymnasialkirche Osnabrück mit einem Benefizkonzert zugunsten von Spes Viva. Foto: Oliver RautenbergDer Spes-Viva-Chor St. Raphael Ostercappeln, die Desert Voices Osnabrück sowie Mezzosopranistin Jutta Fahrig und Bariton Dominik Vatovic begeisterten in der Gymnasialkirche Osnabrück mit einem Benefizkonzert zugunsten von Spes Viva. Foto: Oliver Rautenberg

Osnabrück/Ostercappeln. Das Spes-Viva-Konzert am letzten Sonntag des Kirchenjahres ist schon eine kleine Tradition – die Gestaltung aber jedes Mal erfrischend neu. In der vollbesetzten Gymnasialkirche in Osnabrück lauschten die Besucher den hochmotivierten Musikern, die wieder vielfältige geistliche und weltliche Stücke einstudiert hatten, einige davon wie immer zum Mitsingen.

Bei dem Benefizkonzert zugunsten von Spes Viva kamen insgesamt 1.836,24 Euro für die Spes-Viva-Arbeit zusammen. Die Aufführung mit dem Titel ,,Schenk uns Frieden” stand unter der musikalischen Leitung von Ruud van Iterson. Eindrucksvoll gestaltet wurde sie vom Spes-Viva-Chor St. Raphael Ostercappeln, den Desert Voices Osnabrück sowie Mezzosopranistin Jutta Fahrig und Bariton Dominik Vatovic.

In seiner Begrüßungsansprache sagte Prälat Felix Bernard, dass das Konzert sehr gut zum katholischen Christkönigsonntag beziehungsweise evangelischen Ewigkeitssonntag passe. Es offenbare eine gewaltige Vision von Ewigkeit, die in vielen Stücken durchklinge, so etwa bei Udo Lindenbergs Titel „Hinterm Horizont geht‘s weiter“. Ebenso klinge der Friede an, zum Beispiel zwischen Menschen und zwischen Völkern. Dafür stehe zum Beispiel das „Dona nobis pacem“.

Und das stimmten alle Musiker und Zuhörer gemeinsam an – ebenso wie die Stücke: O Lord hear my pray`r, Laudate omnes gentes und Abendstille überall. Klangschön aufgeführt wurden zudem die Stücke "The Lord bless you and keep you" (Rutter), das irische "Danny Boy", "Meine Seele ist stille in dir", "Ich bete an die Macht der Liebe", "Libera me Domin" aus dem Requiem von Gabriel Fauré und "In the bleak Midwinter" (Holst). 

Barbara Lamker trug ein Gedicht vor, dessen Autorin sie auf der Palliativstation kennenlernen konnte, die selbst aber anonym bleiben wollte. Es stand unter der Überschrift „Einklang – Naturklang – Daseinsfrieden“ und passte thematisch exzellent zur musikalischen Botschaft des Abends.

Der Förderverein

Auch Mitsänger Christoph Katz (Desert Voices Osnabrück) war wieder mit einem Gedicht zu hören. Er erinnerte unter anderem daran, bei allem Tagesgeschehen nie das Lebensende aus dem Auge zu verlieren. Rainer Ellermann, Vorstandsvorsitzender des Spes-Viva-Fördervereins sagte, Spes Viva, also „in lebendiger Hoffnung“, sei nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit, sondern ganzjährig, sieben Tage die Woche 24 Stunden täglich „zum Wohl unserer Mitmenschen aktiv“. Ob es um die Sterbebegleitung im Krankenhaus, zu Hause, bei Kindern, Jugendlichen, jungen oder älteren Menschen gehe, ob deutscher oder ausländischer Herkunft, ob christlichen, jüdischen, muslimischen Glaubens oder auch von Menschen, die den Glauben verloren hätten, „unsere ehren- und hauptamtlichen Kräften stehen seit mehr als 25 Jahren an ihrer Seite“.

Im nächsten Jahr könne zudem das zehnjährige Jubiläum von Spes Viva Trauerland in Belm gefeiert werden, so Ellermann: Die Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher sei ebenfalls eine besondere Herausforderung. „Dies alles ist nur durch Ihre Unterstützung möglich“, wandte sich der Vorsitzende an die Konzertbesucher.

Dank an die Aktiven

Im Anschluss an das Konzert bedankte er sich bei allen Aktiven. Ein großes Dankeschön galt Schwester M. Raintraud, die als 76-jährige Ordensschwester im Krankenhaus St. Raphael lebe und wirke. Schwester M. Raintraud singe schon lange im Spes-Viva-Chor mit. Die erste Strophe von "Ich bete an die Macht der Liebe" habe sie nicht nur als Solistin auf der Geige begleitet, sondern auch noch dazu gesungen. „Liebe Schwester M. Raintraud. Sie haben in besonderer Weise unsere Herzen und Gedanken berührt. Ihnen gilt für Ihren Mut, für Ihren liebevollen Dienst und für den heutigen Einsatz ein großes Dankeschön“, so Ellermann, der auch alle anderen Akteure und Organisatoren der Benefizveranstaltung rund um Barbara Lamker einschloss:

„Ich finde es bemerkenswert und sehr berührend, wie sehr sich alle Akteure der Hospiz- und Palliativinitiative Spes Viva, „mit dem Anliegen einer würdevollen Begleitung schwer erkrankter Menschen bis zuletzt, identifizieren und so wieder oder erstmals wie selbstverständlich dieses Benefizkonzert mitgestalten“.


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