Platziert im Eingangsbereich der Turnhalle Kennen die Venner den Standort des neuen Defibrillators?

Ortstermin in Sachen Defibrillator im Eingangsbereich der Turnhalle Venne mit (von links): Michael Jungblut (TSV Venne), Rainer Ellermann,  Ralf Kintzel (TSV Venne) und Johannes Gerdes (Innogy). Foto: Karin KemperOrtstermin in Sachen Defibrillator im Eingangsbereich der Turnhalle Venne mit (von links): Michael Jungblut (TSV Venne), Rainer Ellermann, Ralf Kintzel (TSV Venne) und Johannes Gerdes (Innogy). Foto: Karin Kemper

Venne. "Wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung, dass es jetzt geklappt hat und ein Defibrillator im Eingangsbereich der Turnhalle hängte", sagen Ralf Kintzel und Michael Jungblut, zwei der drei Vorsitzenden des TSV Venne, bei einem Ortstermin mit Bürgermeister und Spender.

Die Kosten für das Gerät trägt das Energieunternehmen Innogy. Kommunalbetreuer Johannes Geer verwies darauf, dass das Erste-Hilfe-Gerät ein Design bekommen hat, das ein bisschen anders ist. Vor der Nutzung muss erst eine kleine Scheibe eingeschlagen werden. Geers: "Dass soll mit einem Handy oder Schlüssel gut funktionieren."

Standort bekannt machen

Entscheidend ist, dass die Bürger wissen müssen, wo sich der Defibrillator befindet, unterstrich Bürgermeister Rainer Ellermann. Nicht weniger entscheidend ist, dass die Tür zur Halle viele Stunden am Tag offen ist. Geers ergänzt: "Und es ist eine Schulung im Umgang mit dem Gerät für Sportverein, Schützen und Schule vorgesehen."

Man kann nichts falsch machen

Insgesamt gilt: Der plötzliche Herztod ist immer noch eine der häufigsten Todesursachen in der Bundesrepublik außerhalb von Kliniken. Ellermann: "Das Gerät sagt nach dem Öffnen, was der Helfer tun muss." Man könne nichts falsch machen. Das Gerät messe und entscheide anhand der Daten, ob überhaupt ein Elektroschock abgegeben werden müsse. Entsprechend kann der Defibrillator ohne medizinische Vorkenntnisse bedient werden. Sind die Elektroden (nach Anweisung der Stimme aus dem Gerät) am Körper des Kranken angebracht, werden auch alle weiteren Maßnahmen akustisch vorgegeben. Der Defibrillator überprüft die Herzfrequenz und beendet bei Bedarf eigenständig durch gezielte Stromstöße Unregelmäßigkeiten wie Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern. Ein Elektroschock wird nur dann abgegeben, wenn eine lebensbedrohliche Situation besteht.

Stark frequentiert

"Wir freuen uns, die Infrastruktur im Gesundheitswesen zu unterstützen", sagte Geers und verwies darauf, wie wichtig es sei, dass die Ortschaft Venne als Standort ganz bewusst einen stark frequentierten Ort ausgewählt hat. Kintzel fügte hinzu: "Wir hatten einen Defi schon länger im Auge. Dass das jetzt geklappt hat, freut auch Schützenverein und Schule." Eine gemeinsame Aussage durfte allerdings nicht fehlen: "Wir hoffen, dass der Defibrillator nie zum Einsatz kommen muss."


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