Umstellung auf LED-Leuchten Strom und Geld sparen in Ostercappelner Gebäuden

Die Sporthalle Ostercappeln wurde bereits auf sparsame LED-Beleuchtung umgerüstet. Archivfoto: Oliver KratoDie Sporthalle Ostercappeln wurde bereits auf sparsame LED-Beleuchtung umgerüstet. Archivfoto: Oliver Krato

Ostercappeln. Kosten sparen, Energie effizient einsetzen und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, darum bemühen sich viele Kommunen. Ein Mosaikstein im Gesamtkonzept ist der Einsatz von LED-Leuchten. So werden in der Gemeinde Ostercappeln Schulen und Sporthallen mit LED-Beleuchtung versehen.

Bereits eingesetzt wird die LED-Beleuchtung in Sporthalle Ostercappeln sowie in der  Grundschule am Wiehengebirge Ostercappeln und der Ludwig-Windthorst-Schule (insgesamt fünf Klassenräume). Die Grundschule zur Schnippenburg in Schwagstorf folgt, nachdem der Einbau von Akustikdecken abgeschlossen ist. "Die LED-Beleuchtung in der Grundschule Venne im nächsten Jahr vorgesehen", so Bürgermeister Rainer Ellermann.

Die Straßenlaternen

In der Gemeinde Bad Essen sind mittlerweile sämtlich rund 220 Straßenlaternen, die sogenannten Langfeldleuchten, gegen sparsame und hocheffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Mit dem Einsatz energieeffizienter Straßenbeleuchtung beteiligte sich die Gemeinde wie berichtet an der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Durch den Austausch der Leuchten erfolgt eine nachhaltige Reduktion der Treibhausgase. Über die gesamte Lebensdauer ergibt sich eine CO2-Einsparung von 660 Tonnen sowie eine jährliche Stromeinsparung von über 55.000 KW-Stunden.

Hohe Energieeffizienz

Wofür steht eigentlich LED? Der Begriff kommt aus dem Englischen ist die Abkürzung von "Light emitting Diodes". Diese Leuchtdioden werden zum Erzeugen des Lichts eingesetzt. Ihre Lebensdauer ist um ein Vielfaches höher als bei herkömmlichen Glühlampen. Die LEDs verbrauchen bei gleicher Helligkeit nur einen Bruchteil von deren Energie. Betrachtet über ihre gesamte Lebensdauer sind sie besonders wirtschaftlich, bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz.

Die Kommunen investieren also zunächst - mittelfristig wird aber dank geringerer Strom- und Wärmeverbräuche in den öffentlichen Gebäuden Geld gespart. "Zudem leistet die Gemeinde Ostercappeln damit einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz", merkt Ellermann an.  

Venner Nahwärmenetz

In diesem Zusammenhang sei auch die Nutzung der Venner Nahwärmeversorgung bei den kommunalen Gebäuden in Venne zu nennen. Erscheinen die Eintrittsgelder - also der Eintritt in die Genossenschaft - zunächst auch hoch, könne bereits nach wenigen Jahren festgestellt werden, dass die Energiekosten für die Wärmeerzeugung deutlich gesenkt werden konnten. "Hier entsteht neben dem Schutz von Klima und Umwelt durch Einsparung von CO2, Heizöl und Gas eine dauerhafte positive finanzielle Entlastung."

Aus der Abwärme der Waffelfabrik speist sich das Nahwärmenetz in Venne. Archivfoto: Rainer Westendorf

Die Genossenschaft, die heute rund 120 Mitglieder zählt, wurde im Juli 2014 gegründet. Mehr als 160 Gebäude in der Ortschaft werden mit der Nahwärme, gewonnen aus der Abluft der Waffelfabrik Meyer zu Venne, mit regenerativer Energie versorgt.


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