Sammelbüchsen in Geschäften Hilfe aus Ostercappeln für Menschen in Mosambik

Eine Frau mit einem Baby auf dem Rücken in Beira. Foto: Themba Hadebe/AP/dpaEine Frau mit einem Baby auf dem Rücken in Beira. Foto: Themba Hadebe/AP/dpa

Ostercappeln. Der Zyklon Idai hat in Mosambik eine der größten Katastrophen seit Jahrzehnten ausgelöst. Um zu helfen, ist am Freitag in Ostercappeln eine Sammelaktion gestartet.

In dem südostafrikanischen Land sind wahrscheinlich Tausende Mensche ertrunken. Mehrere Viertel in Beira, Mosambiks viertgrößter Stadt, sind zerstört, Hunderttausende obdachlos, Tausende immer noch von der Außenwelt abgeschnitten.

In Beira arbeitet Lucy Knollmeyer, deren Familie aus Ostercappeln stammt. Ihre Schwester Theresa Knollmeyer aus Osnabrück und deren Tante Hildegard Englert, die das Blumengeschäft Knollmeyer in Ostercappeln führt, haben beschlossen, den Menschen und Mosambik zu helfen. "Am Donnerstag haben wir überlegt, was getan werden könnte", berichtet Hildegard Englert. Freitags stand dann die Sammeldose im Blumengeschäft. Eine weitere Box konnte im Betrieb Christian Beckers Gartengestaltung aufgestellt werden. Theresa Knollmeyer hat dann eine dritte Spendenbox mit nach Osnabrück genommen.

Hildegard Englert mit der Sammelbox in ihrem Geschäft in Ostercappeln. Foto: Rainer Westendorf


Kunden können also nun Geld in den Behälter tun. Scheine und Münzen werden gesammelt und dann wird der Betrag über den persönlichen Kontakt der Familie überwiesen. Das sei sinnvoll, erläutert Hildegard Englert. Denn bei einer normalen Überweisung von Privatpersonen nach Mosambik werde ein großer Teil des Betrags gleich als Gebühr einbehalten. Wer will, kann natürlich auch Geld an Hilfsorganisationen überweisen. Auf einem Flyer in den Geschäften gibt es dazu die notwendigen Infos.

Hildegard Englerts Nichte Lucy ist schon seit einiger Zeit in Beira als Lehrerin tätig. Dort steht übrigens die zweite Schule des Landes, in der Deutsch unterrichtet wird. Die andere liegt in der Hauptstadt Maputo. Die Einrichtung in Beira ist die Partnerschule von PASCH: Das steht für die Initiative "Schulen:Partner der Zukunft". Sie vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonderen Stellenwert hat. PASCH wiederum ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes, des Goethe-Instituts, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz.


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